Rot-Grün-Rot will Autospuren in Bremen zu Radwegen machen

  • Koalition fordert in Antrag geschützte Radwege auf einigen großen Straßen
  • Radwege bräuchten Mindestbreite von zwei Metern und Abtrennung durch Poller
  • Fahrspuren für Autos würden dann zu Radwegen
Ein Fahrradfahrer, der eine Straße entlang fährt.

In einem Bürgerschaftsantrag, der buten un binnen exklusiv vorliegt, erklärt die Regierungskoalition, dass sie überall in Bremen sogenannte geschützte Radwege oder "protected bike lanes" schaffen möchte. Dabei verläuft die Spur für Radfahrer auf der Straße und ist durch Poller von der Autospur abgegrenzt. In der Praxis würde das bedeuten, dass Teile von Straßenspuren in Radwege umgewidmet werden müssten.

'Protected bike lanes' sind ein weiterer Baustein für die fahrradfreundliche Stadt. Breite, abgegrenzte Radwege auf der Fahrbahn schützen die schwächeren Verkehrsteilnehmer.

Ralph Saxe, verkehrspolitischer Sprecher Grünen-Fraktion

Laut dem rot-grün-roten Antrag müssten geschützte Radwege eine Mindestbreite von zwei Metern haben. Nur so wären Nebeneinanderfahren und Überholen sicher. Abgegrenzt werden sollen die neuen Radwege vom Rest der Straße mit Pollern, Balken oder Blumenkübeln.

Friedrich-Ebert-Straße könnte enger werden

Denkbare Beispiele für solche geschützten Radwege wären die Martinistraße und die Friedrich-Ebert-Straße, so Saxe. Als eine weitere "protected bike lane" wäre laut den Grünen auch die Parkallee zwischen Stern und Universität denkbar. Dabei blieben die zwei stadteinwärts führenden Spuren dem Autoverkehr erhalten. Die beiden Spuren stadtauswärts würden zum geschützten Radweg. Auch parkende Autos müssten dann verschwinden.

Über den Antrag der Regierungskoalition soll während einer der kommenden Bürgerschaftssitzungen debattiert und abgestimmt werden.

Wie gut sind Bremens Radwege?

Reporter Torsten Harms prüft und misst ein Bremer Radweg.

Autor

  • Hauke Hirsinger

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. November 2019, 19:30 Uhr