Niedersachsen will Warteliste in Impfzentren in einer Woche abarbeiten

Ein Schild mit der Aufschrift "Impfzentrum - Vaccination Centre"
Bild: DPA | Moritz Frankenberg
Bild: DPA | Moritz Frankenberg
  • Niedersachsen bekommt im Juli mehr Impfstoff
  • Noch 155.000 Menschen auf der Warteliste der Zentren
  • Liste voraussichtlich in einer Woche abgearbeitet

Niedersachsen will im Juli allen Impfwilligen einen Termin ermöglichen. Das Land erwartet laut Gesundheitsministerium in Hannover im kommenden Monat viele Dosen an Impfstoffen, so dass es möglich sein werde, im Laufe des Monats einen Termin für die Erstimpfung zu bekommen. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) rief dazu auf, sich noch vor dem Start in den Sommerurlaub gegen das Corona-Virus impfen zu lassen.

Erst impfen, dann Ferien genießen.

Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin Niedersachsen
Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD)

Allein in den Impfzentren werden Behrens zufolge für Juli 1,3 Millionen Dosen der vier zugelassenen Impfstoffe erwartet, nochmals ein Vielfaches bei den Ärzten. Derzeit stünden 155.000 Menschen auf der Warteliste der Zentren. Die Liste sei zuletzt stark abgeschmolzen und voraussichtlich in einer Woche abgearbeitet. "Deswegen kann jeder, der sich jetzt impfen lassen möchte und sich auf die Warteliste einträgt, davon ausgehen, dass er in den nächsten Tagen und spätestens im Juli einen Impftermin bekommt", sagte Behrens.

Impfzentren sollen an Juli-Wochenenden Sonderaktionen fahren

Die Impfzentren seien aufgerufen, an den Juli-Wochenenden Sonderaktionen zu fahren, damit möglichst viele Menschen vor Ferienbeginn am 22. Juli den ersten Impftermin bekämen, sagte Behrens weiter. Zudem verkürze das Land den Intervall zwischen den Impfungen mit Astrazeneca von zwölf auf neun Wochen. Zum Oktober sollen Behrens zufolge auch in Niedersachsen die Impfzentren durch mobile Teams ersetzt werden. "Wir konzentrieren uns im öffentlichen Gesundheitssystem auf das aufsuchende Impfen", erläuterte sie.

Landesweit sind der Ministerin zufolge inzwischen 55,2 Prozent der Menschen das erste Mal und 34,8 Prozent vollständig geimpft. Wohin Menschen in den Urlaub fahren, müssten sie selbst entscheiden, sagte Behrens. Wie im Fall Portugals könne es jedoch schnell gehen, dass eine Virusvarianten-Warnung ausgesprochen werde und Rückkehrer in Quarantäne müssten. Der Sommer sei Reisezeit in ganz Europa. "Von daher ist die Reisetätigkeit natürlich etwas, was die Pandemie verschärfen kann."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 29. Juni 2021, 17 Uhr