Bremen bleibt dabei: Freimarkt gibt es nur ohne Alkohol

  • Senat zeigt sich unbeeindruckt von Kritik der Schausteller
  • Schaustellerverband hatte es abgelehnt, Freimarkt ohne Alkohol zu veranstalten
  • Senat sei aber zu weiteren Gesprächen mit den Schaustellern bereit
Karussells auf dem Freimarkt in Bremen.
Karussells ja, Alkohol nein. Das ist die Haltung des Bremer Senats zum Freimarkt. Bild: Radio Bremen

Nach der Ankündigung der Schausteller, den Freimarkt nicht zu veranstalten, wenn dort kein Alkohol ausgeschenkt werden darf, zeigt sich der Senat unbeeindruckt. Einen Freimarkt werde es nur ohne Alkoholausschank geben, sagte Senatssprecher Christian Dohle auf Nachfrage von buten un binnen.
Der Vorsitzende des Schaustellerverbandes des Landes Bremen, Rudolf Robrahn, hatte gestern gegenüber buten un binnen erklärt, dass bei einem Alkoholverbot zu wenige Besucher kommen würden, um den Freimarkt wirtschaftlich durchführen zu können.

Robrahn hatte dabei auf andere temporäre Freizeitparks verwiesen, die wegen eines Alkoholverbots nicht funktionieren würden. Das will Senatssprecher Dohle nicht gelten lassen. Immerhin gehöre der Freimarkt zusammen mit dem Hamburger Dom zu den größten Volksfesten im Norden. Und auch der diesjährige Winterdom in Hamburg werde – wenn überhaupt – ohne Alkohol stattfinden. Vergleiche mit kleineren Veranstaltungen seien da unangemessen. Außerdem habe man den Schaustellern Ausgleichszahlungen für die zu erwartenden Verluste angeboten. Der Senat sei auch zu weiteren Gesprächen mit den Schaustellern bereit. Am Alkoholverbot werde aber nicht gerüttelt.

Freimarkt mit Auflagen: Das sagt der Bremer Schaustellerverband

Video vom 8. September 2020
Rudolf Robrahn im Interview bei buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. September 2020, 19:30 Uhr