Infografik

Wann sind die Rad-Premiumrouten in Bremen fertig?

Radfahrer fahren auf der mit roter Farbe markierten Fahrradspur am Stern.
Bild: dpa | Marcus Brandt

Lange und viel wurde über die Rad-Premiumrouten in Bremen diskutiert. Unsere Grafik zeigt den aktuellen Stand der Bauarbeiten und welche Abschnitte als nächstes kommen.

Sie sollen die Wege quer durch die Stadt verkürzen und vor allem sicherer machen: Die sogenannten Premiumrouten für Radfahrer, wie sie das Bremer Mobilitätsressort nennt. Seit Juli 2021 wird an diesem Teil des "Verkehrsentwicklungsplans 2025" gebaut. 2025 sollte die Route eigentlich fertig sein. Das Ziel: Bremen-Nord über Gröpelingen und die Altstadt mit Hemelingen und Mahndorf zu verbinden.

So weit sind die Rad-Schnellstraßen

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Auf den ersten Blick ist nur der Wallring ansatzweise rund – allerdings fehlt die neue Weser-Brücke zwischen Wall und Piepe, die wohl nicht vor 2027 fertig wird. Und auch Ende des kommenden Jahres fehlen noch weite Teile des Radwegs wie auf der Grafik zu erkennen ist. Zumindest wurde gerade ein weiteres Stückchen Premium-Radweg fertig gestellt, der "Alte Postweg" zwischen Föhrenstraße und Quintschlag in Hemelingen. Der Alte Postweg ist damit zur Fahrradstraße geworden.

"Das ist ein weiterer Schritt Richtung Verkehrswende. Ich freue mich, dass wir beim Ausbau der Radpremiumroute so gut vorankommen", sagte Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Und zählt auf: Ende November wurde ein Abschnitt am Wall fertig, jetzt der Alte Postweg. Ab März ist ein Stück am Hastedter Osterdeich geplant.

Bremens Baupläne für 2023

Fahrradstraße Bremen
Erst 2025 soll der Radweg durchgängig befahrbar sein. Bild: Imago | IMAGO / Lars Berg

Zwar sind schon einige Kilometer der 43,8 Kilometer zwischen Farge und Mahndorf fertiggestellt und befahrbar, doch befinden sich andere Abschnitte noch in der Prüfung. Wenn der Abschnitt "Am Wall" (zwischen "Altenwall" und "Doventor") Ende 2023 fertig wird, lässt sich die Innenstadt rechts der Weser gut umfahren. Auch auf dem Plan des Bauressorts steht ein weiterer Abschnitt im Bremer Westen. Dort soll die "Lange Reihe" angegangen werden. Auch der Osterdeich verwandelt sich wohl kurz- oder langfristig in eine Baustelle – zwischen Sielwall und den Wallanlagen. Klappt alles wie geplant, könnte man Ende 2024 sogar schon vom Weser-Stadion direkt bis zum Doventor an den Wallanlagen fahren.

Finanziert wird der Radschnellweg übrigens teils aus Bundesmitteln, ein kleiner Teil kommt aber auch aus Landesmitteln. Im Juni wurde bekannt, dass allein der Wallring rund 3,5 Millionen teurer wird als ursprünglich geplant. Für diesen Bauabschnitt allein belaufen sich die Kosten nun auf knapp acht Millionen Euro. Für den die gesamte Strecke der Premiumroute wird laut Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2017 mit 0,46 Millionen Euro pro Kilometer gerechnet. Das entspricht rund 20 Millionen Euro. Im Mobilitätsressort rechnet man allerdings mit "Kostensteigerungen aufgrund der extrem gestiegenen Baukosten", teilte Sprecherin Linda Neddermann mit. Genaue Zahlen liegen aktuell aber noch nicht vor.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 7. Juli 2022, 19:30 Uhr