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Warum Sie jetzt die Beleuchtung an ihrem Fahrrad checken sollten

Fahrradfahren mit Licht im Herbst (Symbolbild)

Warum Sie jetzt die Beleuchtung an ihrem Fahrrad checken sollten

Bild: DPA | Tobias Hase

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, ist die richtige Beleuchtung am Fahrrad gefragt. Diese Anforderungen muss ein verkehrssicheres Rad in Bremen erfüllen.

Es geht schneller als man denkt und schon ist es draußen dunkel. Der Herbst ist in Bremen angekommen und die Tage werden wieder kürzer. Und bald bricht schon am Nachmittag die Dämmerung an.

Höchste Zeit das Licht am Fahrrad zu checken. Funktioniert alles? Sind alle Reflektoren dran? Sieben Lichtquellen sind am Fahrrad Pflicht – neben Scheinwerfer und Rücklicht muss ein Fahrrad an fünf Stellen Reflektoren aufweisen, um als verkehrssicher zu gelten.

Eine Grafik eines blauen Damenfahrrads, welche aufzeigt wo Licht am Rad Pflicht ist und wo es angebracht wird. gelbe Pedalreflektoren weißer Frontreflektor roter Rückreflektor Scheinwerfer Rücklicht Speichenreflektoren Speichenreflektoren
Bild: Radio Bremen Quelle: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

Vorder- und Rücklicht sind ein Muss

Bei schlechten Sichtverhältnissen muss ein verkehrssicheres Fahrrad beleuchtet sein. Dafür sind ein weißer Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht gesetzlich vorgeschrieben. Bei Regen, Nebel und Schnee sollten sie auch tagsüber eingeschaltet sein. Wer sein Fahrrad mit fest verbautem Leuchtmitteln ausgestattet hat, muss dafür sorgen, dass diese zu jeder Tageszeit funktionstüchtig sind.

Fahrradlampe
Lampen müssen stets einsatzbereit sein. Bild: Radio Bremen | Ulrike Kunze

Die Fahrradbeleuchtung muss nicht mehr klassisch von einem Dynamo betrieben werden. Seit 2013 sind auch batteriebetriebene Scheinwerfer und Rücklichter zugelassen. Die mobilen Anstecklichter müssen nicht durchgängig angebracht, bei schlechter Sicht durch Nebel oder Dunkelheit aber einsatzbereit sein.

Wichtig ist, dass die Leuchtelemente richtig angebracht sind, also während der Fahrt nicht verrutschen oder entgegenkommende Fahrer blenden. Richtig ausgerichtet ist eine Leuchte, wenn ihr Lichtkegel rund zehn Meter vor dem Fahrrad auf den Boden trifft.

Von allen Seiten sichtbar mit Reflektoren

Prüfzeichen vom Kraftfahrt-Bundesamt auf einem Fahrradrücklicht
Reflektoren gehören vorne und hinten an ein verkehrssicheres Fahrrad, außerdem an beide Räder und Pedale. Bild: Radio Bremen | Christian Bordeaux

Ebenso wie Vorder- und Rücklicht sind auch Reflektoren vorgeschrieben: Ein großer weißer Frontreflektor und ein großer roter Reflektor hinten. Die Pflicht, hinten einen weiteren roten Reflektor zu montieren, wurde mittlerweile gestrichen. Auch an die Pedale gehören Reflektoren. Vorne und hinten muss jeweils ein gelber Streifen angebracht sein.

Dazu kommen noch Reflektoren an den Rädern, damit Radfahrer auch von der Seite gesehen werden können. Eine klassische Variante sind dabei die Speichenreflektoren oder -sticks. Die Alternative dazu sind Reflexstreifen an den Reifen oder der Felge. Wichtig ist hier, diese nach einer Fahrt von Schmutz und Matsch zu reinigen.

Ohne Licht im Dunkel? Das kann teuer werden

Da zählt keine Ausrede, wenn das Fahrrad kein Licht hat, wird ein Bußgeld fällig. Das gilt auch, wenn theoretisch eine Lampe da ist, diese aber nicht funktioniert. In der Regel fällt ein Bußgeld von 20 Euro an. Gleiches gilt auch für Reflektoren. Wenn andere Verkehrsteilnehmer durch das fehlende Licht gefährdet werden oder es sogar zu einem Unfall kommt, werden bis zu 35 Euro für Radfahrer fällig.

Ein ähnliches Bußgeld gibt es auch, wenn die Beleuchtung zwar vorhanden ist, trotz Dunkelheit aber nicht genutzt wird. Verschmutze Leuchten und Reflektoren fallen auch darunter. Also, vor dem Aufstieg aufs Fahrrad das Licht einschalten nicht vergessen und regelmäßig die Reflektoren und Leuchten von Dreck befreien.

Licht an – auch am Tag

Es gibt keine festen Regeln ab wann das Fahrradlicht eingeschaltet werden muss. Als grobe Daumenregel gilt: Wenn die Straßenbeleuchtung angeht, sollte auch das Licht eingeschaltet werden. Es ist grundsätzlich sinnvoll bei schlechter Sicht durch Nebel oder Regen und Dunkelheit die Beleuchtung einzuschalten.

Radfahrer fallen mit Licht im Straßenverkehr besser auf und das sorgt für mehr Sicherheit. Beim heutigen Stand der Technik könne das Licht komplett eingeschaltet bleiben, heißt es vom Bremer ADFC. Manche Lichtelemente hätten auch einen Lichtsensor, der sich automatisch den Lichtverhältnissen anpasst. Reflektierende Kleidung kann in den dunklen Monaten zusätzlich für Sichtbarkeit sorgen.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Mittag, 27. September 2022, 13:10 Uhr