So viele Geflüchtete aus der Ukraine leben aktuell im Land Bremen

Erste Geflüchtete ziehen in Zeltunterkünfte in der Bremer Überseestadt

Bild: DPA | Christoph Soeder
  • In Bremen und Bremerhaven sind 7.462 Ukraine-Geflüchtete untergekommen
  • Zwei Drittel von ihnen leben bei Bekannten oder in eigenen Wohnungen
  • 39 Prozent der Geflüchteten sind unter 18 Jahre alt

Seit Beginn des Ukraine-Krieges sind zahlreiche Menschen nach Bremen und Bremerhaven geflohen. So leben im Land Bremen aktuell 7.462 Ukrainerinnen und Ukrainer, die ihre Heimat infolge des russischen Angriffskriegs verlassen haben. Das gab der Bremer Senat am Donnerstag bekannt.

5.771 der Geflüchteten haben in Bremen eine Bleibe gefunden, 1.691 in Bremerhaven. 39 Prozent von ihnen sind unter 18 Jahre alt. Da sich Menschen aus der Ukraine aber nur für 90 Tage ohne Visum in Deutschland aufhalten dürfen und sich somit nicht bei Behörden melden müssen, könnte die Zahl noch höher liegen, wie eine Sprecherin des Sozialressorts auf Anfrage von buten un binnen mitteilte.

Rund zwei Drittel der Geflüchteten sind nach Senatsangaben bei Bekannten oder in eigenen Wohnungen untergekommen. Alle anderen werden in provisorischen Unterkünften – etwa in Turnhallen – beherbergt. "Dass es uns gelungen ist, eine so große Zahl an Unterbringungsplätzen auf einmal zu schaffen, ist eine tolle Leistung von allen Beteiligten", so Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Es kommen weiterhin viele Menschen aus der Ukraine an und wir werden noch weitere Unterkünfte brauchen.

Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Unter anderem wurde in der Überseestadt eine Zeltstadt errichtet, in der Platz für bis zu 600 Geflüchtete geschaffen wurde. Die ersten Menschen sind am Donnerstag in die Unterkünfte eingezogen. Geplant ist, dass dort bis zu 1.200 Menschen untergebracht werden. Hierfür werden in den kommenden sechs Monaten Kosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen weitere Gelder für Verpflegung, Betreuungspersonal und Sicherheitsdienst.

Informationen für Geflüchtete auf Ukrainisch:

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 5. Mai 2022, 7 Uhr