"Weser-Kurier" schließt Druckerei – bis zu 130 Jobs fallen weg

  • Druckhaus in Woltmershausen soll Ende 2020 schließen
  • Laut Betriebsrat sind bis zu 130 Arbeitsplätze betroffen
  • Weitere Investitionen in Druckhaus lohnen sich nicht
Ein Schild am Tor der Druckerei mit der Aufschrift: Bremer Tageszeitungen AG, Druckhaus.

Der "Weser-Kurier" schließt Ende kommenden Jahres seine Druckerei in Bremen-Woltmershausen. Das teilte die Bremer Tageszeitungen AG (BTAG) am Donnerstag mit. Von der Schließung sind laut Betriebsrat etwa 120 bis 130 Arbeitsplätze betroffen, darunter 80 Vollzeit und 40-50 Teilzeitkräfte.

Der Druckmarkt sei seit Jahren hart umkämpft, rückläufige Auflagen führen zu Überkapazitäten und Preisverfall, daher sei ein Neubau eines Druckhauses für die Bremer Tageszeitungen AG wirtschaftlich nicht sinnvoll, teilte die BTAG mit. Die Druckaufträge für Weser-Kurier, Bremer Nachrichten und Verdener Nachrichten sollen stattdessen an die Druckhaus Delmenhorst GmbH vergeben werden. Die BTAG habe der Delmenhorster Druckerei einen Vertrag über die nächsten zehn Jahre in Aussicht gestellt, so das Unternehmen.

"Wir glauben, dass diese Entscheidung dazu beiträgt, die Produktion für die nächsten Jahre auf einer wirtschaftlich gesunden Basis aufzustellen", sagte BTAG-Vorstand, David Koopmann.

Die Betriebsratsvorsitzende Ruth Gerbracht zeigte sich getroffen. "Die drohende Schließung des Druckhauses in Woltmershausen hängt seit Jahren als Damoklesschwert über uns. Für die Beschäftigten ist die Entscheidung entsetzlich, einfach furchtbar", sagte sie. Der Betriebsrat werde nun mit der Geschäftsleitung verhandeln, um zu sehen, wie es mit den betroffenen Mitarbeitern weitergehe.

Wie geht es der regionalen Presse?

Mehrere Regionalzeitungen, die aufeinander liegen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 21. November 2019, 12 Uhr