Gläubiger fordern 4 Milliarden Euro von Bremer Greensill-Bank

Video vom 8. Juni 2021
Mehrere Menschen gehen in die Glocke.
Bild: Radio Bremen
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Gläubiger-Treffen in der Bremer Glocke
  • Viele Kommunen bangen um ihre Einlagen
  • Greensill-Bank meldete Anfang März Insolvenz an

Nach dem Zusammenbruch der Bremer Greensill-Bank fordern die Gläubiger rund vier Milliarden Euro zurück. Der größte Teil dabei entfällt nach Angaben eines Sprechers von Insolvenzverwalter Michael Frege auf den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, der die Privatanleger bereits mit rund drei Milliarden Euro entschädigt hat.

Kommunen wollen ihr Geld zurück

Dazu kommen zahlreiche Kommunen, die ihr Geld bei dem Geldhaus angelegt haben. Insolvenzverwalter Michael Frege sagte dem Sprecher zufolge bei der Gläubigerversammlung, er gehe davon aus, dass ein großer Teil des Geldes eingetrieben werden könne.

Greensill wurde von der Bankenaufsicht geschlossen

Die Greensill-Bank wurde Anfang März von der Finanzaufsicht BaFin geschlossen und ging wenige Tage später insolvent. Das Geldhaus war bis zu seiner Pleite weitgehend unbekannt. Es warb über Online-Plattformen mit vergleichsweise hohen Zinsen um Einlagen, mit denen die britisch-australische Mutter Greensill Capital Fondsgeschäfte refinanzierte. Auch die Mutter meldete Insolvenz an.

Razzia in Bremer Büros

Anfang März hatte die Bremer Staatsanwaltschaft wegen Bilanz-Fälschung eine Strafanzeige gegen das Management der Bank gestellt. Ermittler durchsuchten die Bremer Büros der Bank. Das Verfahren dauert noch an. Die Greensill-Bank hatte zuvor innerhalb eines Jahres ihre Bilanzsumme um fast 500 Prozent gesteigert, auf insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro.

Wie groß sind die Erfolgsaussichten der Greensill-Gläubiger?

Video vom 8. Juni 2021
Der buten un binnen Reporter Torben Ostermann als Gast im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Juni 2021, 19:30 Uhr