Deshalb schauen Bremer Unternehmen mit Sorge in die Zukunft

Bauarbeiter entnehmen Beton aus einem Betonkübel

Deshalb schauen Bremer Unternehmen mit Sorge in die Zukunft

Bild: DPA | Sven Simon
  • Handelskammer veröffentlicht Konjunkturbericht.
  • Steigenden Energie- und Rohstoffpreise bereiten Unternehmen Sorgen.
  • Gastronomie noch optimistischer als andere Branchen.

Die Unternehmen im Land Bremen blicken mit großer Sorge auf den Herbst und Winter. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturreport der Bremer Handelskammer hervor. Grund sind vor allem die steigenden Energie- und Rohstoffpreise.

Dem Report zufolge sind die rund 350 befragten Firmen nicht optimistisch, wenn sie in die kommenden Monate blicken – auch wenn es aktuell nach Einschätzung der Handelskammer noch gar nicht so schlecht aussieht. Einige Branchen in Bremen und Bremerhaven geben derzeit zumindest leicht positive Rückmeldungen. Hotellerie und Gastronomie sind zum Beispiel momentan noch ganz zufrieden. Das gilt auch für die Industrie.

Besonders schlecht ist die Stimmung in der Bauindustrie

Mit Blick auf Herbst und Winter sieht es allerdings deutlich schlechter aus. 56 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Aussichten für die kommenden Monate negativ. Das liegt nach Auskunft der Firmen an Lieferengpässen oder steigenden Einkaufspreisen. Fehlende Fachkräfte und höhere Arbeitskosten kommen als Probleme hinzu.

Besonders schlecht ist die Stimmung in der Bauindustrie: Die Preise für Rohstoffe wie beispielsweise Stahl, Holz und Glas sind auf Rekordniveau – gleichzeitig gibt es weniger Aufträge. Auch der Einzelhandel ist überwiegend unzufrieden: Er rechnet in kommenden Monaten mit sinkenden Umsätzen.

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Bild: Radio Bremen

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  • Pascal Faltermann Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 19. Juli 2022, 16 Uhr