Drehbrücke im Bremerhavener Überseehafen ist nicht mehr zu retten

  • Drehbrücke im Überseehafen laut Bremenports irreparabel beschädigt
  • Kaiserhafen für Schiffe nicht erreichbar, weil auch die Kaiserschleuse aktuell repariert wird
  • Häfensenatorin will sich Bild vor Ort machen
Eine Brücke mit riesigen Stahlträgern über der Straße, davor ist eine Schranke, die den Zugang zur Brücke versperrt.
Für Schiffe ist der Kaiserhafen aktuell nicht erreichbar. Bremenports arbeitet nach eigenen Angaben an einer Lösung. Bild: Bremenports

Die Hafengesellschaft Bremenports sieht keine Chance mehr für eine Reparatur der Drehbrücke im Bremerhavener Überseehafen. Es habe schon häufiger Probleme geben, aber nun sei der Totalschaden festgestellt worden. Am Donnerstag war einer der beiden Obergurte gerissen und weitere Stahlteile wurden stark beschädigt.

Aktuell ist auch die Kaiserschleuse wegen Reparaturarbeiten nicht befahrbar, deshalb ist der Kaiserhafen für Schiffe vorübergehend nicht zu erreichen. Bremenports arbeitet nach eigenen Angaben daran, das Reservetor der Kaiserschleuse für einen Notbetrieb vorzubereiten und in das Binnenhaupt einzusetzen. "Nach derzeitigen ehrgeizigen Planungen soll die Schleuse am Sonntagnachmittag im Notbetrieb wieder befahrbar sein", so Bremenports. Für den Autoverkehr ist die Columbusinsel über die Kaiserschleuse erreichbar.

Brücke soll mit Hilfe eines Schwimmkrans abgerissen werden

Die Brücke, 1928 erbaut, soll mit einem Schwimmkran abgerissen werden. Unklar ist noch, wann das passieren soll. Am Mittag will sich Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) ein Bild vor Ort machen.

Wegen der Ermüdungsgefahr war die Drehbrücke jährlich einer umfassenden Bauwerksinspektion unterzogen worden. Der letzte Prüfbericht des TÜVs Rheinland stammt den weiteren Angaben zufolge vom 23. Januar dieses Jahres und ergab für den Berichtszeitraum bei allen ermüdungsgefährdeten Obergurtträgern ein sicheres Betriebszeitintervall von mindestens zwölf Monaten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. April 2021, 17 Uhr