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Terminal-Betreiber in Bremen und Hamburg setzen Fusionsgespräche aus

Luftaufnahme zeigt das Containerterminal in Bremerhaven
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Fusionsverhandluneg zwischen Eurogate und HHLA offenbar unterbrochen.
  • Grund sollen Folgen des Ukraine-Kriegs auf Logistik-Branche sein.
  • Neue Bestandsaufnahme vor Wiederaufnahme.

Die Verhandlungen über eine Fusion der Containerterminal-Betreiber in Bremen und Hamburg sind offenbar vorerst ausgesetzt worden. Grund sollen nach buten und binnen-Informationen die Folgen des Ukraine-Kriegs auf die weltweite Logistik-Branche sein.

Die Fusionsgespräche würden zwar wieder aufgenommen, aber vorher sollen Unternehmensberater noch bewerten, wie die beiden Terminalbetreiber aktuell dastehen, heißt es aus Kreisen der Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) und der zur Bremer BLG gehörenden Eurogate. Demnach soll es wegen geschlossener Containerterminals und Problemen mit den Lieferketten eine neue Bestandsaufnahme geben.

Es sei nicht absehbar, wann in der Logistik-Branche wieder Normalität herrsche, sagte BLG-Chef Frank Dreeke am Nachmittag bei der Hauptversammlung des Unternehmens. Zu den Fusionsverhandlungen wollte er sich aber nicht äußern. Es sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Stadt Bremen hatte wegen der Corona-Krise das Eigenkapital der BLG mit 53 Millionen Euro gestärkt, um das Unternehmen abzusichern. Außerdem will die Stadt in den nächsten fünf Jahren auf Gewinnanteile verzichten, was noch einmal rund 50 Millionen Euro bringt.

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  • Dirk Bliedtner Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 1. Juni 2022, 17 Uhr