Infografik

SPD in Bremen nur auf Platz 2: Sieling gibt Bundes-Partei die Schuld

  • CDU liegt nach aktueller Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag vom Weser-Kurier vor SPD
  • Rot-Grün wäre demnach abgewählt
  • Bürgermeister Sieling trotzdem von Wahlsieg überzeugt
Das bremer Rathaus, im Vordergrund mehrere Zeitungen an einem Zeitschriftenstand.

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) macht die Bundes-SPD für die schlechten Umfragewerte in Bremen verantwortlich. "Der schwierige Bundestrend für die SPD geht auch an Bremen nicht vorbei", sagte Sieling im Interview mit buten un binnen. "Wir liegen aber immerhin gute neun Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Und das zeigt, dass wir eine gute Arbeit machen."

Einer Umfrage von Infratest-Dimap im Auftrag des Weser-Kurier zufolge käme die CDU im Moment auf 25 Prozent, die SPD läge einen Prozentpunkt dahinter und käme auf 24 Prozent. Die rot-grüne Regierungskoalition wäre demzufolge abgewählt. Sie käme nur noch auf 42 Prozent Zustimmung. Bereits vor knapp einem Jahr zeigte eine Infratest-Umfrage, dass diese Koalition keine Mehrheit mehr hat.

Bürgermeister Sieling im Interview.

Sieling will SPD auf Platz eins bringen

Sieling zeigte sich trotz des schlechten Ergebnisses betont gelassen. "Ich will die SPD auf Platz eins bringen. Das bleibt das Ziel, und das werden wir auch schaffen", sagte er. Sieling ist der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten und wird es auch bleiben, betonte die Landesvorsitzende der SPD, Sascha Aulepp. Jetzt müsse es darum gehen, soziale Themen in den Vordergrund zu rücken.

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CDU-Spitzenkandidat: Zu viel daneben gegangen

Dass die SPD auf diesem Feld etwas bewirken könnte, kaufe der Partei niemand mehr ab, sagte dagegen der Spitzenkandidat der CDU, Carsten Meyer-Heder. Dafür sei in den vergangenen Jahrzehnten zu viel daneben gegangen. "Wenn die SPD jetzt Bildung ganz oben auf die Agenda stellen will, dann frage ich mich, warum sie das in den vergangenen 30 Jahren nicht schon gemacht hat", sagte er.

Wir machen so weiter, wollen gute Themen besetzen und kommen mit einem coolen Wahlkampf daher.

CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder

Unterdessen bringt sich die Linke erneut als möglicher Koalitionspartner für Rot-Grün ins Spiel. SPD und Grüne müssten sich allerdings vermehrt um benachteiligte Stadtteile kümmern, sagte die Spitzenkandidatin der Linken, Kristina Vogt.

Maike Schäfer, die Nummer eins auf der Liste der Grünen, will noch keine Farbenspiele machen. "Wir haben zwölf Jahre Rot-Grün hinter uns und hätten uns das auch weiter vorstellen können. Insofern ist eine geschwächte SPD für uns nicht von Vorteil." Trotzdem wolle sie im Wahlkampf nur für Grüne Inhalte werben.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. Februar 2019, 6 Uhr