Vonovia scheitert mit Mieterhöhung vor Landgericht Bremen

  • Vonovia hatte die Miete nach einer Sanierung deutlich angehoben
  • Das Wohnungsunternehmen konnte Modernisierungen nicht klar von Instandsetzungen abgrenzen
  • Urteil ist noch nicht rechtskräftig
Geschäftsstelle der Vonovia am Tiefer in Bremen

Im Fall eines Bremer Mieters hat das Landgericht eine Mieterhöhung durch den Vermieter Vonovia für unwirksam erklärt. Der Mann hatte gegen einen Aufschlag geklagt, den Vonovia mit einer energetischen Sanierung begründet hatte. Vor Gericht konnte das Wohnungsunternehmen nicht hinreichend belegen, dass es sich bei den Baumaßnahmen um Modernisierungen und nicht um bloße Instandhaltungsarbeiten handelte.

Es ist zulässig, jährlich elf Prozent der Modernisierungskosten an die Mieter weiterzugeben. Das hätte im aktuellen Fall für den Mieter faktisch zu einer Mieterhöhung von knapp 40 Prozent geführt, wie der Anwalt des Mieters mitteilte. Da die Miete im Vergleich zu den Baukosten sehr niedrig ausfällt.

Die Entscheidung könnte richtungsweisend sein für weitere Urteile in ähnlichen Bremer Fällen, die in den kommenden Monaten anstehen. Das heutige Urteil ist allerdings noch vorläufig und bisher nicht rechtskräftig.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 22. März 2018, 13 Uhr