Verfassungsschutz soll Erkenntnisse über AfD ignoriert haben

  • Bremer Hinweise auf Rechtsextreme in der AfD sollen nicht beachtet worden sein
  • Das berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag"
  • Innensenator Mäurer lässt Bremer AfD-Jugendorganisation beobachten
Symbolbild: Das Logo der Jungen Alternative Bremen durch eine Brille betrachtet
Die Jugendorganisation der AfD wird in Bremen seit Anfang des Monats vom Verfassungsschutz beobachtet.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz soll Hinweise auf Rechtsextreme in der AfD monatelang ignoriert haben. Das berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag".

Laut Zeitung ging es um Erkenntnisse der Verfassungsschutzämter Bremen und Niedersachsen. Beide hätten das Bundesamt über die AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" unterrichtet.

Informationen aus Bremen und Hannover wohl ignoriert

Bremens Innensenator Mäurer hält den Landesverband für rechtsextrem und rassistisch und lässt ihn seit Anfang des Monats beobachten. Auch Niedersachsen tut das. Beim Berliner Bundesamt aber seien die Informationen aus Bremen und Hannover sechs Monate lang unbearbeitet geblieben, schreibt die Bild am Sonntag. Sie beruft sich auf einen hochrangigen Verfassungsschützer.

Viele Bundesländer würden Erkenntnisse über die AfD inzwischen nicht mehr mit dem Bundesamt teilen. Man sei nicht sicher, ob das nicht gleich an die AfD geht, sagte ein Verfassungsschützer der Zeitung.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. September 2018, 6 Uhr