Gesetz geändert: Land will Bremer Spielbanken übernehmen

Video vom 8. Juli 2021
Ein Roulette-Rad im Casino in Nahaufnahme.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen
  • Casinos dürfen nicht mehr von privaten Anbietern geführt werden
  • Spielbanken sollen verkauft werden
  • Kritik kommt vonseiten der FDP

Die Bremische Bürgerschaft hat das Spielbankgesetz geändert. Damit dürfen die Casinos in Bremen und Bremerhaven künftig nicht von privaten Anbietern geführt werden. Besitzer der beiden Spielbanken im Land Bremen ist Nordrhein-Westfalen. Jetzt sollen die Casinos verkauft werden.

Geplant ist eine Übernahme der beiden Spielbanken durch das Land Bremen – über die Toto und Lotto Bremen GmbH. Sie gehört mehrheitlich dem Land. Laut Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) ein notwendiger Schritt – mit Blick auf den Jugendschutz und den Kampf gegen Glücksspielsucht.

FDP übt Kritik am Gesetz

Der SPD-Politiker Arno Gottschalk sagte, man wolle Spielbanken, die verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert betrieben werden. Bremen habe über die Spielbankabgabe im Jahr 2019 etwa sieben Millionen Euro eingenommen. Widerspruch kommt von der FDP. Fraktionsvize Hauke Hilz sagte, Casinos zu kaufen sei nicht Aufgabe des Staates. Außerdem sei der Kauf ein Risiko für die Steuerzahlenden.

Die Bremer Toto und Lotto GmbH will zum aktuellen Stand der Verkaufsverhandlungen und über den möglichen Kaufpreis derzeit nichts sagen. Mit einem Ergebnis der Gespräche wird für September gerechnet.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Juli 2021, 19:30 Uhr