Schule und Kita: So soll es in Bremen nach den Ferien weitergehen

  • Schulen sollen weitgehend zum Regelbetrieb zurückkehren
  • In Grundschulen sei dies mit großer Sicherheit möglich, teilte die Behörde mit
  • Kita-Mindestanspruch bleibt bei 20 Stunden
Lehrerin Melanie Ploppa unterrichtet Schüler einer Grundschule in einem Klassenraum.
Der Unterricht in den Schulen soll nach den Ferien möglichst normal laufen. (Symbolbild) Bild: DPA | Friso Gentsch

Nach den Sommerferien wird sich in den Bremer Kitas kaum etwas ändern, die Schulen sollen jedoch weitgehend zum Regelbetrieb zurückkehren. Das sieht das Rahmenkonzept für das Kita- und Schuljahr 2020/21 vor, das am Dienstag vorgestellt wurde.

Behörden rechnen mit weitgehendem Regelbetrieb

Trotz der Corona-Sonderlage rechnen die Behörden in Bremen im kommenden Schuljahr mit einem weitgehenden Regelbetrieb an den Schulen. Für Grundschulen sei dies mit "großer Sicherheit", für weiterführende Schulen mit "hoher Wahrscheinlichkeit" anzunehmen.

Das Vier-Säulen-Modell aus Unterricht in der Schule und Distanz-Unterricht sowie der Förderung und der Betreuung soll weiter bestehen bleiben. Wo es geht, soll der Ganztag aufrecht erhalten werden – sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarstufe I.

Für die Kinder von der 5. bis 10. Klasse soll nach den Ferien auch die Abstandsregel in den Klassen wegfallen: Wie schon in den Grundschulen gilt dann das sogenannte Kohorten-Prinzip. Dabei können beispielsweise für ein Lernhaus oder ein Jahrgang die Abstandsregeln aufgehoben werden. Diese Gruppen müssen jedoch fest sein und dürfen sich nicht untereinander vermischen, sodass im Falle eines Corona-Ausbruchs die Infektionsketten nachvollzogen werden können.

Neue Einschränkungen sind nicht ausgeschlossen

"Jeder Tag, an dem unsere Schülerinnen und Schüler zur Schule gehen können, ist ein guter Tag", sagte Kinder- und Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) am Dienstag bei der Vorlage der Rahmenkonzepte für das Kita- und Schuljahr 2020/2021. "Vorsicht ist dabei weiterhin geboten, die Pandemie ist nicht vorbei, die Hygiene-Konzepte gelten weiter." Teil des Konzeptes ist auch eine Regelung für die Sekundarstufe I (Klassen 5-10), wonach Stornokosten für Klassenfahrten bis 31. Dezember 2020 übernommen werden.

Für eine mögliche zweite Welle schließt die Behörde erneute Einschränkungen des Schulbetriebs nicht aus. Dabei biete "Der Öffnungsplan der vergangenen Wochen – in umgekehrter Reihenfolge – eine Orientierung".

Kita: Mindestanspruch wird nicht ausgeweitet

Auch nach den Ferien hebt die Bildungsbehörde den Mindestanspruch für Kita-Kinder nicht an. "In einigen Bereichen haben die Qualität und der Umfang der Kindertagesbetreuungsangebote bereits wieder den gewohnten Standard erreicht", teilte die Behörde mit. Allerdings stehe nach wie vor nicht alles Personal zur Verfügung, weil Beschäftigte zur Risikogruppe gehören. Hinzu kommen "organisatorisch notwendige Anpassungen und kurzfristige Einschränkungen des Angebots aufgrund des Infektionsschutzes".

Deshalb wird der Mindestanspruch für die Betreuung auch nach den Ferien nicht ausgeweitet: Wie bisher soll jedes Kind 20 Stunden in der Woche in seiner Kita betreut werden können. Gruppenübergreifende und offene Konzepte soll es weiterhin nicht geben.

Eltern dürfen zur Eingewöhnung in die Kita

Für die Eingewöhnung dürfen nach den Ferien auch Eltern mit in die Gruppenräume, solange sie die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Es sollte allerdings nur ein Elternteil den Start in der neuen Kita begleiten. Außerdem soll sich pro Gruppe möglichst nur ein Elternteil gleichzeitig in den Räumen aufhalten. Voraussetzung ist allerdings, dass Eltern und Kinder nicht kürzer als 14 Tagen zuvor aus einem Risikogebiet zurückgekommen sind – und keine corona-verdächtigen Symptome haben.

Schulunterricht auch in den Ferien geplant

Video vom 11. Juni 2020
Eine junge Frau steht vor einer Tafel und schaut sie an.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Tag, 10. Juli 2020, 14:10 Uhr