Prostitution im Norden ab 15. September wieder erlaubt

  • Bundesländer im Norden einigen sich auf einheitliches Vorgehen
  • Prostitution wird unter strengen Auflagen erlaubt
  • Prostitution in Fahrzeugen bleibt verboten
Eine Prostituierte sitzt mit Mundschutz in einem Bordellzimmer und schaut auf ihr Smartphone
Ab dem 15. September soll die Prostitution in den nördlichen Bundesländern wieder erlaubt sein – allerdings unter strengen Auflagen. Bild: DPA | Arne Dedert

In den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein wird die Prostitution ab Mitte September wieder erlaubt, allerdings unter strengen Auflagen. Darauf haben sich die Landesregierungen der vier Nordländer geeinigt. Um mögliche Infektionen nachverfolgen zu können, seien die Prostituierten verpflichtet, Kontaktlisten zu führen und nach Terminabsprache zu arbeiten. Das erklärte am Mittag Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Verboten bleiben dagegen weiterhin Prostitutionsveranstaltungen und Prostitution in Fahrzeugen, so die Senatorin.

Solche Lockerungen sind rechtlich geboten und verfolgen zudem das Ziel, Illegalität im Prostitutionsgewerbe zu verhindern und somit vermeidbare Infektionsrisiken zu reduzieren

Offizielle Mitteilung der Gesundheitsbehörde Bremen

Die Bundesländer hatten ein gemeinsames Vorgehen vereinbart, um mögliche Abwanderungen in benachbarte Länder zu vermeiden. Die Hamburger Sozialsenatorin geht davon aus, dass mit dieser Entscheidung auch die Grundlage für derzeit anhängige Klagen gegen das Prostitutionsverbot entfällt.

Bordellbetreiberin klagt gegen den Senat

Video vom 22. August 2020
Ein Mann steht vor einem erotischem Bild.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. September 2020, 19:30 Uhr