Weihnachtsferien: "Wir haben in Bremen die beste Lösung"

  • Bremens Bürgermeister verteidigt Bremer Sonderweg
  • Bremen biete Eltern und Schülern Flexibilität
  • Sie können selbst entscheiden, ob Schüler nach dem 18. Dezember zur Schule gehen
Andreas Bovenschulte im Interview.
Bremens Bürgermeister Bovenschulte verteidigt den Bremer Sonderweg bei den Weihnachtsferien. Er biete Eltern und Schülern mehr Flexibilität. Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat den Bremer Sonderweg bei den Weihnachtsferien verteidigt. Anders als die Mehrheit der Bundesländer stellt Bremen den Eltern frei, ob sie ihre Kinder nach dem 18. Dezember noch zur Schule schicken. Die Länder und der Bund hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass der 19. Dezember der erste Ferientag sein soll.

Bremen biete den Eltern und Schülern Flexibilität, sagte Bovenschulte am Morgen im Interview auf Bremen Vier. "Wir haben in Bremen die flexibelste und beste Lösung." Wer möchte, könne sich ab dem 19. Dezember in freiwillige Selbstquarantäne begeben, um mehr Sicherheit für das Weihnachtsfest zu haben, so Bovenschulte. Wer lieber zur Schule möchte, könne dorthin.

Bovenschulte: Notbetreuung ist zusätzlicher Aufwand

Das entlaste auch Eltern, die keinen Urlaub mehr haben, sagte Bovenschulte im Interview auf Bremen Eins. Die müssten dann keine Betreuung organisieren. In allen anderen Ländern müssten die Schulen eine Notbetreuung einrichten. Das sei zusätzlicher Aufwand und da würden die verschiedenen Klassen miteinander gemischt.

Das bringt aus meiner Sicht unter Infektionsschutzgesichtspunkten nichts.

Bremen Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

In Bremen habe man im Prinzip die Vorteile der Regelung aus den anderen Ländern und eine größere Flexibilität, so der Bürgermeister auf Bremen Eins.

Niedersachsen will, dass Schulen einen Beitrag leisten

In Niedersachsen ist – wie in den meisten Bundesländern – Freitag, 18. Dezember, der letzte Schultag. Schülerinnen und Schüler können außerdem per Antrag am 17. und 18. Dezember vom Präsenzunterricht befreit werden. "Über die zusätzlichen freien Tage, an denen die Kinder und Jugendlichen ihre Kontakte zu anderen deutlich einschränken können, leisten wir schulseitig einen Beitrag, das Infektionsgeschehen vor Weihnachten abzudämpfen", sagte der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

So viele Schüler und Lehrer sind positiv auf Corona getestet worden

Video vom 21. November 2020
Grafik mit den Angaben über corona-infizierte Schüler*innen und Beschäftige an Schulen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Die Vier am Morgen, 26. November 2020, 7:10 Uhr