Bekennerschreiben nach Brandanschlag auf Bremer Polizei aufgetaucht

Verbrannte Tür eines Polizeifahrzeugs
Bei einem Brandanschlag war ein Sachschaden von 200.000 Euro entstanden. Bild: Radio Bremen
  • Polizei bewertet Bekennerschreiben als "authentisch"
  • Unbekannte hatten mehrere Polizeiwagen angezündet
  • Es entstand ein Sachschaden von rund 200.000 Euro

Nach dem Brandanschlag auf mehrere Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei in Bremen ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Polizei hält das Schreiben für authentisch. Die Polizei teilt mit, dass Polizisten darin als "Mörder" und "Schweine" bezeichnet werden. Außerdem ist demnach von Anti-Kapitalismus und staatlicher Repression die Rede.

Es wurde über einen verschlüsselten Account veröffentlicht. Das Schreiben liegt buten un binnen vor. Bei dem Brandanschlag waren in der Nacht zum Sonntag in der Neustadt drei Gruppenwagen und ein Bus der Polizei völlig ausgebrannt. Außerdem wurden vier Streifenwagen beschädigt. Die Ermittler gehen von einem Schaden von 200.000 Euro aus. Der Staatsschutz ermittelt.

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte am Montag erklärt, dass einiges dafür spreche, dass es sich um einen linksradikalen Anschlag handele. Es mache ihm Sorge, dass der Hass auf die Polizei immer fanatischer werde. CDU und FDP haben wegen des Anschlags eine Sondersitzung der Innendeputation gefordert.

Brandanschlag auf Polizei in Bremen-Huckelriede

Video vom 6. Juni 2021
Ein ausgebrannter Bus der Polizei.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 8. Juni 2021, 17 Uhr