Infografik

Bauvorhaben am Europahafen: So soll das alte Kellogg-Areal aussehen

Auf der Landzunge zwischen Europahafen und Weser soll ein neues Stadtviertel entstehen. Der Rahmenplan wird heute erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Visualisierung der geplanten Bauten auf der Überseeinsel.
Vision für das ehemalige Kellogg-Areal: So könnte es dort einmal aussehen. Links sind die umgestalteten Silo-Türme zu sehen. Bild: Delugan Meissl Associated Architects

Auf 41,5 Hektar Fläche in der Bremer Überseestadt, auf der sogenannten Überseeinsel, entsteht ein neues Stadtquartier: Dort sollen neben Wohnungen auch Gewerbe und Kultur ihren Platz haben. Auch eine Schule und ein Ärztezentrum sind nach aktuellen Plänen vorgesehen.

Silo wird zum Hotel, Verwaltungsgebäude zur Schule

Investor Klaus Meier, Geschäftsführer der Überseeinsel GmbH, geht davon aus, dass es in dem neuen Wohnviertel sowohl Eigentümer als auch Mieter wohnen werden. Man werde sich auch an die Quote für geförderten Wohnungsbau von 25 Prozent halten. Außerdem würden einige Gebäude erhalten, so auch auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände. "Das wichtigste ist das Silo, das wird zum Hotel und Bürogebäude. Das Reislager wird zur Markthalle und das Verwaltungsgebäude eine Schule", so Meier. Für die Wohnhäuser sind drei bis sechs Geschosse geplant. Zum Parken soll es nach dem Willen des Investors Quartiersgaragen geben. Rund ein Drittel der Überseeinsel soll nach den Plänen aus Grünflächen bestehen.

Neubauten auf der Überseeinsel SCHU L CAMPUS GASTRONOMIE SI L OH O TEL SI L O M ARK T + GEWERBE GEMÜSEWER F T WOHNEN + GEWERBE
Quelle: GeoBasis-DE / GeoInformation Bremen 2018, urbanista, WFB

Ein finaler Rahmenplan wird jetzt öffentlich präsentiert. Dazu waren im Vorfeld auch die Bremer gefragt worden: Fast 800 Menschen brachten ihre Ideen für das neue Stadtviertel ein. Sie wünschten sich unter anderem Angebote im Bereich Bildung und Soziales, vielfältige Freiflächen, mehr Bestandsbauten, höhere Bauten sowie einen Fokus auf den Fahrradverkehr. Der Entwurf, der jetzt vorgestellt wird, spiegelt laut Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) diese Wünsche wider und ist die Grundlage für weitere Planungen auf dem Gelände. Der Plan zeigt grob, wo Häuser stehen und wie hoch diese ungefähr sein können, wo es Parks geben soll und wo Straßen verlaufen.

2021 Baustart auf dem Kellogg-Gelände

Der Entwurf wird bis zum Baustart in seinen Details noch ausgestaltet und verändert. Auch dabei sollen die Bürger laut WFB einbezogen werden. 2021 soll es mit der Bebauung losgehen. Der erste Bauabschnitt ist auf dem 15 Hektar großen ehemaligen Kellogg-Areal vorgesehen. Dort hat die Gemüsewerft der Gesellschaft für integrative Beschäftigung (GiB) bereits eine Fläche bezogen und 450 Hochbeete aufgestellt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 30. August 2019, 19:30 Uhr