Liveticker

Corona-Liveticker (15. März): Infizierten-Zahl steigt auf 56

Am Sonntag sind drei neue Corona-Fälle in der Stadt Bremen gemeldet worden. Die BSAG kündigt Änderungen im Fahrplan an.

Eine Probe wird in eine Tüte gesteckt, auf der Virologie steht
Aktuell werden die Kapazitäten in der Corona-Ambulanz aufgestockt (Symbolbild). Bild: Reuters | Wolfgang Rattay

Das war der Liveticker vom 15. März. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden in unserem ...

Liveticker vom 16. März

+++ BSAG ändert Fahrplan ab Mittwoch +++

Die Bremer Straßenbahn AG hat wegen des sich ausbreitenden Coronavirus Änderungen im Fahrplan angekündigt. Montag und Dienstag gilt noch der aktuelle Fahrplan, allerdings bereits mit Einschränkungen und Ausfällen. Ab Mittwoch wird die BSAG die Fahrten von Bussen und Bahnen reduzieren. Das teilte das Unternehmen am Sonntagabend mit. Bis auf weiteres gelte dann ein Sonderfahrplan. Dieser orientiere sich am Sonntagsfahrplan, werde aber aufgestockt. Für weitere Informationen verweist die BSAG auf ihre Internetseite und die 24-Stunden-Hotline des VBN (0421/596059).

Des Weiteren teilt die BSAG mit, dass die vergangene Woche eingeführte verstärkte Reinigung der Busse und Bahnen weiter intensiviert werde. Dazu gehört die Desinfektion von Haltestangen, Griffen und anderen Flächen. Die Fahrgäste werden gebeten, sich an Hygienemaßnahmen zu halten.

Der Verkauf von Tickets beim Fahrpersonal bleibt ausgesetzt. Alternativ können Fahrkarten unter anderem über die Fahrplaner-App des VBN, in den Kundencentern oder an Automaten in 120 Straßenbahnen.

+++ Drei neue Corona-Fälle in der Stadt Bremen +++

Am Sonntag wurden in der Stadt Bremen drei neue Corona-Fälle gemeldet. Das teilte das Gesundheitsressort am Abend mit. Zwei der Fälle seien Rückkehrer aus einem Risikogebiet, die dritte Infektion ließe sich auf den Kontakt mit einer anderen infizierten Person zurückführen. Eine weitere Person gilt laut Mitteilung als begründeter Verdachtsfall, auch diese Einschätzung ergibt sich durch die Rückkehr aus einem Risikogebiet. Diese Person sowie die Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ Viele Unternehmen wollen Kurzarbeit beantragen +++

Viele Unternehmen in Niedersachsen und Bremen wollen schon jetzt die erleichterten Regeln zur Kurzarbeit nutzen, um Engpässe und Ausfälle wegen der Coronavirus-Epidemie zu überbrücken. "Die Telefone in unseren Arbeitsagenturen laufen heiß", sagte die Landeschefin der Bundesagentur für Arbeit für Niedersachsen und Bremen, Bärbel Höltzen-Schoh, am Sonntag. Das Interesse der Arbeitgeber an einer Kurzarbeitsregelung sei in den vergangenen Tagen sprunghaft gestiegen.

Die Gründe für Kurzarbeit seien vielfältig. Messebauer, Caterer sowie viele Hotels und Gastronomiebetriebe litten unter den Absagen von Veranstaltungen und Einschränkungen des kulturellen Lebens. Produktionsbetriebe seien von Arbeitsausfällen betroffen, weil Lieferketten unterbrochen wurden. "In dieser einmaligen konjunkturellen Krise können wir mit Kurzarbeit viele Arbeitsplätze in Niedersachsen und Bremen erhalten", sagte die Agenturchefin. "Die aktuellen Erleichterungen des Gesetzgebers helfen uns dabei sehr." Betriebe sollen Kurzarbeitergeld demnach schon nutzen können, wenn nur 10 statt bisher 30 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Auch für Leiharbeiter soll Kurzarbeitergeld gezahlt werden können.

+++ Bahn schränkt Regionalverkehr ein und kontrolliert keine Tickets mehr +++

Die Deutsche Bahn will in der kommenden Woche ihren Regionalverkehr wegen des Corona-Virus deutlich einschränken. Damit werde auf die geringe Zahl der Fahrgäste reagiert. Inwieweit der Regionalverkehr in Bremen und Niedersachsen betroffen ist, prüfe die Bahn derzeit, so eine Sprecherin gegenüber buten un binnen. Außerdem sollen in den Regionalzügen bis auf weiteres keine Fahrkarten kontrolliert werden – zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern.

+++ Notbetreuung nur, wenn beide Elternteile zu relevanten Berufsgruppen gehören +++

Wenn ab morgen Schulen und Kitas im Land Bremen schließen, wird eine Notbetreuung für Kinder von Eltern eingerichtet, die bei Polizei, Feuerwehr oder im Gesundheitswesen arbeiten. Viele Eltern haben sich bei buten un binnen gemeldet, weil offenbar nicht klar ist, für wen dieses Angebot gilt. Die Bildungsbehörde hat jetzt auf Anfrage von buten und binnen klargestellt: Es reicht nicht, wenn ein Elternteil bei Polizei, Feuerwehr oder im Gesundheitswesen arbeitet. Kinder können nur in die Notbetreuung, wenn beide Elternteile in diesem Bereich tätig sind, beziehungsweise der alleinerziehende Elternteil.

+++ Bremer Corona-Ambulanz hat noch Kapazitäten +++

Nach dem großen Andrang der letzten Tage bei der Corona-Ambulanz am Klinikum Mitte ist die Situation heute nach Angaben der Gsundheitsbehörde entspannt. Es sei kaum etwas los, sagte ein Sprecher der Behörde zu buten un binnen. Bremerinnen und Bremer, die sich eigentlich morgen dort testen lassen wollten – und die eine Überweisung ihres Hausarztes haben – könnten deshalb auch heute schon kommen, so der Sprecher. Die Corona-Ambulanz ist noch bis 14 Uhr geöffnet.

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+++ Bremer Corona-Hotline macht am Wochenende Pause +++

Die bundesweite Behörden-Hotline 115 ist in Bremen seit einiger Zeit zur Corona-Hotline erweitert worden. Besorgte Bürger können sich dort informieren über die aktuelle Corona-Lage in Bremen und über die Maßnahmen des Bremer Senats. Allerdings: nicht am Wochenende. Da müssen sich Anrufer mit einer Bandansage begnügen. Die Gesundheitsbehörde weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass man sich bei medizinischen Fragen auch an den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung der Freien Hansestadt Bremen wenden kann. Telefonnummer: 116 117.

+++ Bremer organisieren Hilfsangebote im Netz +++

Trotz der Devise: "Abstand halten!" rücken Bremerinnen und Bremer im Netz näher zusammen. In den Sozialen Medien bilden sich Gruppen, in denen die Menschen ihre Hilfe anbieten. Beispiel dafür ist die Facebookgruppe "Coronahilfe Freie Hansestadt Bremen". Sie wurde erst am Freitag gegründet und hat inzwischen schon mehr als 500 Mitglieder.

+++ Bremer Aufbaubank soll einspringen +++

Bremer Unternehmen sollen schnell und unkompliziert Hilfe bekommen. Das sagte Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt ( Die Linke) zu buten un binnen. Solllte die Hausbank der Unternehmen nicht helfen können, werde die Bremen Aufbaubank einspringen. Zum Beispiel mit Liquiditätshilfen oder günstigen Krediten. "Das gab es bislang nur für Existenzgründer. Jetzt gibt es das auch für Freiberufler und Kleinstbetriebe", sagte Vogt buten un binnen.

Leeres Bremen wegen Corona?

Video vom 14. März 2020
Der Fitnessbereich in der Oase Bremen ist ungewöhnlich leer durch das Corona-Virus

Liveticker zum Nachlesen:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. März 2020, 19:30 Uhr