Tod in Weyhe nach Corona-Impfung: Zusammenhang noch nicht geklärt

  • 90 Jahre alte Pflegeheim-Bewohnerin in Weyhe stirbt nach Corona-Impfung
  • Landrat: Unklar, ob es Zusammenhang mit der Impfung gibt
  • Autopsie soll zur Klärung der Toderursache beitragen
Video vom 14. Januar 2021
Das Gebäude eines Pflegeheims in Bremen. Rechts im Bild ein Schild mit der Aufschrift "Residenz-Gruppe/ Haus zum Richtweg".
Bild: Radio Bremen

Nach wie vor ist nicht klar, ob der Tod einer 90-jährigen Seniorin in Weyhe bei Bremen im Landkreis Diepholz mit einem Corona-Impfstoff in Verbindung steht. Die Bewohnerin eines Altenpflegeheimes war am Mittwoch etwa eine Stunde nach der Impfung gestorben.

Derzeit können noch keine Aussagen darüber getätigt werden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und der Todesursache gibt.

Cord Bockhop (CDU), Landrat Diepholz

Eine Autopsie war schon am Mittwoch angeordnet worden. Die Klärung der Todesursache bleibe abzuwarten, hieß es. Die Seniorin war mit einem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft worden. "Sowohl an der Notwendigkeit der Impfung als auch an der fachlichen Einschätzung des Impfstoffes bestehen derzeit keine Zweifel", erklärte Landrat Bockhop. Der Impfprozess werde daher im Landkreis Diepholz genauso wie in ganz Niedersachsen und ganz Deutschland weiter fortgesetzt.

Im 15- bis 20-minütigen Beobachtungszeitraum nach der Impfung wurden nach Informationen des Landkreises bei der Seniorin keine Auffälligkeiten oder sichtbaren allergietypischen Reaktionen festgestellt. 45 Minuten nach der Impfung habe sich ihr Zustand verschlechtert. Sofortige Reanimationsversuche seien erfolglos geblieben. Über den Tod wurde das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen informiert, das die Sicherheit von Impfstoffen überwacht.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Januar 2020, 19:30 Uhr