Tod nach Corona-Impfung: Keine Obduktion im Landkreis Cloppenburg

  • Sechs Senioren waren trotz vollständiger Impfung verstorben
  • Landkreis hält eine Obduktion nicht für gerechtfertigt
  • Totenscheine laut Gesundheitsamt nicht auffällig
Der Covid-19-Impfstoff von Biontech / Pfizer wird in eine Spritze aufgezogen.
Alle sechs Senioren hatten bereits ihre zweite Impfdosis erhalten, verstarben aber dennoch mit Corona. (Symbolbild) Bild: DPA | Ulmer

In einem Seniorenheim in Emstek im Landkreis Cloppenburg sind trotz vollständiger Impfung mittlerweile insgesamt sechs Menschen mit Corona gestorben. Der zuständige Landkreis Cloppenburg hält weitere Untersuchungen jedoch für unnötig. Das hat er auf NDR-Anfrage erklärt.

Das Gesundheitsamt des Kreises habe die sechs Totenscheine geprüft, laut Kreissprecher Frank Beumker seien sie nicht auffällig gewesen. Beumker zufolge bestand bei den Senioren ein "vollständiger Impfschutz". Dass sie trotzdem starben, erklärt sich der Kreis damit, dass die Betroffenen alt und schwer vorerkrankt gewesen seien. Deshalb habe auch ein relativ milder Covid-19-Verlauf zum Tod führen können.

Bremer Virologe Dotzauer hatte genaue Untersuchung empfohlen

Der Bremer Virologe Andreas Dotzauer hatte geraten, die Todesfälle angesichts der ungewöhnlichen Häufung genauer zu untersuchen. Auch das Land hatte eine Obduktion nicht ausgeschlossen. Nach Ansicht des Kreises aber ist eine Obduktion nicht gerechtfertigt.

Deutschlands größtes Impfzentrum soll in Bremen entstehen

Video vom 23. Februar 2021
Die Decke einer Halle. Von der Decke hängt ein Schild, auf dem "Halle 6" geschrieben steht.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. Februar 2021, 13 Uhr