Darum ist Rehder Gasspeicher aktuell nur bis zu 75 Prozent gefüllt

Ein Blick auf den Erdgasspeicher Rehden

Darum ist Rehder Gasspeicher aktuell nur bis zu 75 Prozent gefüllt

Bild: astora GmbH
  • Deutsche Gasspeicher für den Winter bis zu 90 Prozent gefüllt.
  • In Rehden bisher bis zu 75 Prozent.
  • Regierung setzt künftig vermehrt auf Flüssiggas.

In Deutschland sind die Gasspeicher für den Winter mittlerweile zu über 90 Prozent gefüllt. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sprach von einem "weiteren Meilenstein". "Trotzdem müssen wir weiter einsparen", mahnte er.  Die Speicher sind zu 90,07 Prozent gefüllt, wie aus Daten der europäischen Plattform zur Gasspeicherung (Agsi) hervorgeht.

Die Bundesregierung hat mit ihrem Gasspeichergesetz festgelegt, dass die Gasspeicher bis Oktober zu 85 Prozent und bis November zu 95 Prozent gefüllt sein sollen. Die deutschen Gasspeicheranlagen haben eine Speicherkapazität von über 24 Milliarden Kubikmetern.

Gasspeicher in Rehden zu knapp 75 Prozent gefüllt

Der größte deutsche Gasspeicher in Rehden im Landkreis Diepholz ist mittlerweile zu knapp 75 Prozent gefüllt. Zugleich ist das der Speicher, der am Nächsten am Land Bremen liegt. Der Speicher gehört der Gazprom-Germania-Gruppe, die seit Frühjahr kaum noch Gas eingespeichert hatte.

Seit Anfang April steht das ehemalige Tochterunternehmen des russischen Gasriesen unter Treuhandverwaltung durch die Bundesnetzagentur. Jedoch finden in Rehden seit dem 12. September und bis zum 24. September noch Wartungen statt. Das teilt die Bundesnetzagentur mit. In diesem Zeitraum wird in den Speicher weder eingespeichert noch ausgespeichert.

Für den Winter setzt Regierung unter anderem auf Flüssiggas

Mit dem Gas aus den Speichern soll Deutschland trotz des Lieferstopps von russischem Gas durch den Winter kommen. Wichtigster Gaslieferant für Deutschland ist mittlerweile Norwegen. Auch die Niederlande und in kleinerem Umfang Belgien haben ihre Lieferungen über Pipelines nach Deutschland gesteigert.

Die Bundesregierung setzt außerdem auf eigene Importterminals für Flüssiggas (LNG), das per Schiff etwa aus den USA kommt. Zum Jahreswechsel sollen die ersten zwei vom Bund gecharterten schwimmenden LNG-Terminals an der Nordseeküste in Betrieb gehen. LNG wird dort wieder gasförmig gemacht und ins deutsche Netz eingespeist.

Bovenschulte: "Keinen Strom in Gaskraftwerken produzieren"

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 20. September 2022, 11 Uhr