Hochwasser: 100 Evakuierte in Lilienthal dürfen zurück in ihre Häuser

Sandsäcke liegen vor einem Haus in der Gemeinde Lilienthal bei Bremen.

Hochwasser: 100 Evakuierte in Lilienthal dürfen zurück in ihre Häuser

Bild: dpa | Sina Schuldt

Bereits um 15 Uhr dürfen die Menschen im Bereich Stadskanaal in ihre Häuser zurück. Wie groß der Schaden an den Häusern sein wird, lässt sich noch nicht sagen.

Nach Angaben der Gemeinde, besteht keine Gefahr, dass der Deich bricht. Der Pegelstand an der Wörpe sei stabil, seit Samstag sogar leicht gefallen, sagte eine Pressesprecherin gegenüber buten un binnen. Die Feuerwehr pumpt zwar immer noch Wasser aus den niedrig gelegenen Straßen, trotzdem stellt der Energieversorger den Strom wieder an.

Wasser wird mit einer Leitung in ein Gewässer gepumpt
Wasser aus den überschwemmten Wohngebieten wird auf die Wümmewiesen gepumpt. Bild: Radio Bremen | Katharina Mild

Die Anwohner werden von der Gemeinde gebeten, um 15 Uhr in ihren Wohnungen zu sein, damit die Stadtwerke den Strom problemlos wieder einschalten können. Das ist vor allem wichtig, damit die Betroffenen ihre Häuser schnell aufheizen können, denn: durch das Hochwasser sind die Wände feucht geworden. Der Frost könnte sie jetzt zusätzlich beschädigen. Das Ausmaß der Schäden wird erst in den kommenden Tagen erkennbar.

Trinkwasser wie nach dem Urlaub ein wenig laufen lassen

Nach Rücksprache mit dem Landkreis Osterholz ist das Trinkwasser in den evakuierten Gebäuden unbedenklich, auch wenn es leichte Verfärbungen oder Geruch aufweisen kann, teilt die Gemeinde weiterhin mit. Es wird empfohlen, die Trinkwasserleitung wie nach einem Urlaub zu behandeln und das Wasser einige Sekunden laufen zu lassen, bis die Leitungen durchgespült sind.

Außerdem werden die Anwohner und Anwohnerinnen gebeten, beim Betreten des Hauses vorsichtig und aufmerksam zu seien. Sollten sie ungewöhnliche Gerüche wie Gas oder auch Geräusche wahrnehmen, sollte das Gebäude verlassen und die Feuerwehr informiert werden.

Evakuierung erfolgte kurz vor Weihnachten

Für die Betroffenen dürfte die Entscheidung dennoch für Aufatmen sorgen. Sie waren kurz nach Weihnachten evakuiert worden.

Betreten werden kann das ehemalige Evakuierungsgebiet laut Gemeinde über eine Metallbrücke, die von der Sackgasse Stadskanaal über die Bigbag-Barriere führt und über eine kleinere Zuwegung im Bereich Arpsdamm. In den kommenden Tagen werde die Barriere an einigen Stellen geöffnet, sodass es Feuerwehrzufahrten gebe. Grundlegend bleibe der Aufbau jedoch bis voraussichtlich Ende März – bis die Sturmflutsaison vorüber ist – bestehen.

Weiterhin Betretungsverbot für Deiche

Obwohl die Evakuierung der Häuser nun aufgehoben ist, dürfen Deiche, die Gebiete in der Nähe der Deiche und Wälder in den Hochwassergebieten weiterhin nicht betreten werden. Das hat die Gemeinde Lilienthal auf ihrem WhatsApp-Kanal mitgeteilt.

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Bild: Radio Bremen

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. Januar 2024, 13 Uhr