Bremen startet Bundesratsinitiative gegen Strom- und Gassperren

Nahaufnahme eines Stromzählers
Nahaufnahme eines Stromzählers.

Bremen startet Bundesratsinitiative gegen Strom- und Gassperren

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  • Bei unbezahlter Energierechnung soll Strom und Gas nicht abgeschaltet werden.
  • Senat fordert von Bundesregierung in solchen Fällen befristeten Aufschub.
  • Bundesweit werden pro Jahr rund 300.000 Stromsperren verhängt.

Menschen, die ihre Energierechnung nicht bezahlen können, soll Strom, Gas und Fernwärme nicht abgeschaltet werden können. Das will der Bremer Senat erreichen. In einem Antrag für den Bundesrat fordert Bremen deshalb von der Bundesregierung einen befristeten Aufschub für Energieschulden bis zum kommenden Frühjahr. Und zwar dann, wenn Menschen wegen erhöhter Abschlagszahlungen in Bedrängnis kommen.

"Wir müssen dringend verhindern, dass die akuten Kostensteigerungen zu Überschuldung und Sperren der Strom- und Gasanschlüsse durch die Netzbetreiber führen", sagte Bremens Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Claudia Bernhard (Linke), am Dienstag.

Betroffene sollen stattdessen die Möglichkeit erhalten, dann zinsfreie Ratenzahlungen zu vereinbaren. Derzeit können Stromsperren verhängt werden, wenn jemand um zwei Abschlagsraten oder mindestens 100 Euro im Verzug ist. Zuletzt gab es bundesweit etwa 300.000 Stromsperren pro Jahr.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. Oktober 2022, 15 Uhr