Nur 48 Stunden: Werder muss rasch den Boll-Frust abschütteln

Werders Tischtennis-Profi Cristian Pletea im Seitenprofil, während er auf seinem Schläger einen Ball auftippen lässt.

Werders Tischtennis-Asse wollen in Fulda punkten

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Am Mittwochabend bissen sich die Bremer Tischtennis-Profis an Altmeister Timo Boll die Zähne aus – um 19:30 Uhr wartet in Fulda direkt der nächste harte Brocken.

Die Nacht war nicht lang, die Fahrt am Donnerstag dafür länger. Denn am Vormittag saß Werders Tischtennis-Team mit Trainer Cristian Tamas schon wieder im Auto und fuhr die 400 Kilometer von Bremen nach Fulda.

Die Gedanken an die knappe 2:3-Niederlage gegen Tabellenführer Borussia Düsseldorf vom Abend zuvor mit im Gepäck.

Die Stimmung wäre sicherlich besser gewesen, wenn wir Düsseldorf geschlagen hätten. Die Enttäuschung ist bei den Jungs natürlich noch da, so schnell kriegt man das nicht aus den Köpfen.

Werder-Trainer Cristian Tamas im Sportblitz

Coach Tamas: "Wir müssen dagegen halten"

Doch diese Enttäuschung müssen die Bremer schleunigst abschütteln, denn um 19:30 Uhr geht es direkt mit dem 13. Bundesliga-Spieltag in Fulda weiter – nur 48 Stunden nach dem Boll-Frust. Die Tischtennis-Legende Timo Boll hatte für Düsseldorf den Unterschied ausgemacht und Werder den großen Coup im Abschluss-Doppel vermiest.

  • Tischtennis-Legende Timo Boll hofft, "dass es noch ewig weitergeht"

    Im Bundesliga-Duell mit Werder Bremen demonstrierte der 41-jährige Tischtennis-Altmeister, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Karriereende? Offen!

Die Chance, den Rekordmeister zu knacken, war für die Bremer da. Aber das 41 Jahre alte "Boll-Werk" wankte eben nicht. Nun wartet am Abend mit Fulda-Maberzell der nächste harte Brocken auf Werder. "Ich denke, das wird wieder so eng wie gegen Düsseldorf", vermutet Tamas, "es wird ein schweres Spiel, aber wir müssen dagegen halten und die wichtigen Momente dieses Mal für uns entscheiden. Wir hoffen auf den Sieg und werden alles dafür geben."

Fulda verstärkt sich mit Hongkongs Nummer 1

Tischtennis-Profi Wong Chun Ting aus Hongkong schaut auf den hochgeworfenen Ball vor dem Aufschlag.
Wong Chun Ting ist Hongkongs Nummer eins und der spektakuläre Neuzugang von Fulda-Maberzell. Bild: Imago | NurPhoto

Einen Boll hat der Tabellenzehnte Fulda zwar nicht im Team, doch am späten Donnerstagnachmittag konnten die Bremer in der Trainingshalle einen ersten Blick auf den spektakulären Neuzugang werfen: Wong Chun Ting, Hongkongs Nummer eins und 29. der Weltrangliste.

"Das ist ein sehr gefährlicher Spieler, auch im Doppel. Fulda hat sich enorm verstärkt", erklärt Tamas. Wong spielt den nur noch wenig gebräuchlichen Penholder-Stil und gibt am Freitag sein Bundesliga-Debüt. Für ihn hat Fulda Afrikameister Quadri Aruna abgegeben.

Werders Topstar Falck mit starker Leistung

Werders Tischtennis-Spieler Mattias Falck
Werders Nummer eins, Mattias Falck, lieferte gegen Düsseldorf zwei Siege in seinen Einzeln und präsentierte sich zum Rückrundenstart in Bestform. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Verstecken muss sich Werder als Tabellensechster allerdings nicht. Vor allem, da die Bremer im Hinspiel im September das Team aus Fulda förmlich überrollt hatten – und das, obwohl die Werder-Profis um Mattias Falck übernächtigt vom Rückflug des Turniers in Kasachstan angetreten waren.

Falck hatte auch gegen Düsseldorf in beiden Einzeln herausragend gespielt und auf Werders Topstar wird es in Fulda wieder ankommen. "Klar bin ich enttäuscht, dass es für uns nicht zum Sieg gereicht hat", sagt der schwedische Doppel-Weltmeister, "aber meine Leistung gibt mir trotzdem Selbstvertrauen für Freitag. Nach der Pause über Weihnachten und erst einer Woche Training wusste ich nicht genau, wo ich stehe. Aber es waren zwei sehr gute Matches für mich."

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 13. Januar 2023, 12 Uhr