9-Euro-Ticket: Verkehrsminister wollen in Bremen Finanzierung klären

Von Tempolimit bis 9-Euro-Ticket: Verkehrs-Konferenz startet in Bremen

Bild: DPA | Martin Schutt
  • Zweiter und letzter Tag der Verkehrsministerkonferenz
  • Finanzierung von 9-Euro-Ticket soll geklärt werden
  • Tempo 30 in Städten auf der Tagesordnung

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern wollen sich heute darauf einigen, wie das geplante 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr finanziert und umgesetzt werden soll. Das umstrittene Thema ist bei der zweitägigen Konferenz in Bremen bereits am Mittwoch diskutiert worden. Es ist seit zwei Jahren die erste Verkehrsministerkonferenz, die wieder in Präsenz stattfindet.

Die Zeit drängt, denn ab Juni soll das 9-Euro-Ticket für drei Monate erhältlich sein. Die Bundesländer befürchten aber, dass das bereitgestellte Geld aus Berlin nicht ausreicht, sagte die Vorsitzende der Konferenz, Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Insgesamt 3,7 Milliarden Euro will der Bund den Ländern in diesem Jahr für den ÖPNV bereitstellen. Davon sollen neben coronabedingten Ausfällen auch die Kosten für das 9-Euro-Monatsticket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gezahlt werden. Die Länder fordern aber wesentlich mehr Geld vom Bund, weil die Kosten für Personal und Energie stark gestiegen sind.

Zum Start des Treffens diskutierten nur die Verkehrsminister der Länder über die Finanzierung des Tickets. Am Abend stieß dann Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dazu. Mit ihm sollten die offenen Fragen geklärt werden. Wie die Einigung aussieht, soll am Nachmittag präsentiert werden. Auf der Tagesordnung steht auch die Frage, ob in Städten generell Tempo 30 gelten soll und wie der Fuß- und Radverkehr gefördert werden kann.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. Mai 2022, 6 Uhr