Nachfolge für 9-Euro-Ticket kommt zum 1. Januar – Details noch unklar

Eine haltene Straßenbahn in der Bahnstation in Bremen.
Bild: Radio Bremen
  • Noch keine Einigung auf konkretes Nachfolgemodell bei Ministerkonferenz
  • Arbeitsgruppe soll Eckpunkte bis Oktober klären
  • Länder fordern Gesamtkonzept mit Ausbau des Schienennetzes

Die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder haben sich unter dem Vorsitz vom Bremens Senatorin Maike Schaefer noch nicht auf genaue Details für die Nachfolge für das 9-Euro-Ticket geeinigt. Grundsätzlich ist man sich aber einig, dass es weiterhin ein günstiges ÖPNV-Ticket geben wird. Eckpunkte sollen nun bis zur nächsten Konferenz am 12. Oktober ausgearbeitet werden.

Fest steht: Zum 1. Januar soll es ein Nachfolgeticket geben. Das haben alle Bundesländer beschlossen. Doch alle weiteren Fragen bleiben erstmal unbeantwortet. Nämlich was das Ticket dann kosten soll und wie es genau finanziert wird. Diese Details soll jetzt eine Arbeitsgruppe klären, in der die Länder und der Bund zusammenarbeiten.

Länder fordern Gesamtkonzept

Denn hinter den Kulissen brodelt es. Die Länder fordern eher ein Gesamtkonzept für den Nahverkehr. Tenor: Was nützt ein billiges Ticket, wenn der Regionalzug nicht fährt. Der Bund hatte ursprünglich 1,5 Milliarden Euro für das Nachfolgeticket angeboten. Nochmal die selbe Summe sollen die Länder übernehmen. Doch die haben sich noch nicht festgelegt, wie viel sie übernehmen können und wollen. Auf jeden Fall erwarten sie, dass die sogenannten Regionalisierungsmittel – also Geld vom Bund für den Ausbau des regionalen Schienenverkehrs – drastisch angehoben werden.

Die Arbeitsgruppe soll jetzt alle Fragen bis zur nächsten Verkehrsministerkonferenz klären. Die findet in knapp drei Wochen in Bremerhaven statt.

Konferenz der Verkehrsminister: Was folgt auf das 9-Euro-Ticket?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 19. September 2022, 16 Uhr