So wollen Schausteller auf Volksfesten weniger Strom verbrauchen

Ein Karrussel dreht sich auf dem Bremer Freimarkt.

So wollen Schausteller auf Volksfesten weniger Strom verbrauchen

Bild: DPA | Torsten Krüger
  • Auf Volksfesten wird viel Strom verbraucht.
  • Schausteller wollen Verbrauch senken.
  • Besucher müssen mit steigenden Preisen rechnen.

Die Volksfeste in Bremen und der Region sind nach der Corona-Pause häufig wieder gut besucht. Sie verbrauchen aber auch viel Strom. Viele Schaustellerinnen und Schausteller versuchen daher, den Energieverbrauch zu reduzieren.

Der zweite Vorsitzende des Schaustellerverbands Bremen, Karlheinz Heine, geht davon aus, dass die Schausteller auch die Preise auf dem Bremer Freimarkt erhöhen werden. Trotzdem wolle man, dass der Freimarkt ein Volksfest im Wortsinne bleiben und die "Preise volksverträglich halten".

Wenn alle Kosten steigen, müssen wir das preisliche Angebot natürlich nach oben anpassen.

Karlheinz Heine, Zweiter Vorsitzender des Schaustellerverbands Bremen

Es gehe nicht nur um die Kosten für Energie und Lebensmittel, auch die Transportkosten seien für die von Stadt zu Stadt ziehenden Schausteller angestiegen. Zudem herrscht laut Heine seit der Corona-Krise großer Personalmangel. Viele Mitarbeiter hätten sich im Verlauf der Pandemie umorientiert. Dadurch seien auch die Löhne gestiegen.

Ich finde den höheren Mindestlohn richtig, trotzdem wird das teilweise eben an die Endverbraucher weitergegeben.

Karlheinz Heine, Vorsitzender des Schaustellerverbands Bremen

Sparmaßnahmen für Volksfeste sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch hat die Stadt Hannover die Schausteller darum gebeten, den Stromverbrauch auf dem an diesem Freitag beginnenden Oktoberfest um 20 Prozent zu senken. So öffnet das Volksfest in diesem Jahr täglich etwa eine Stunde später als in den Vorjahren. "Dadurch sparen wir fast anderthalb Tage Strom", sagt Fred Hanstein, Vorsitzender des Landesverbands Niedersachsen der Markt- und Schaustellerbetriebe. Montags und dienstags bleibt das Oktoberfest sogar komplett geschlossen, außerdem haben laut Hanstein 99 Prozent aller Geschäfte mittlerweile LED-Beleuchtung.

Durch all diese Maßnahmen gehen wir von Stromeinsparungen von 20 bis 25 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren aus.

Fred Hanstein, Vorsitzender des Landesverbands Niedersachsen der Markt- und Schaustellerbetriebe

Derzeit sind die Volksfeste deutschlandweit laut der Schausteller gut besucht. Der Blick auf Herbst und Winter bereitet ihnen allerdings Sorgen. Sie glauben, dass die Menschen dann sparen werden und weniger Geld auf den Volksfesten ausgeben werden. Den Schaustellern könnten also wieder einmal harte Zeiten bevorstehen.

Rückblick: Bremer Schausteller sind mit Freimarkt zufrieden

Bild: Radio Bremen | Inès Schumann

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 23. September 2022, 23:30 Uhr