37 Millionen Euro sollen Bremer Kliniken durch die Corona-Krise helfen

  • Bremer Krankenhäuser bekommen Hilfen aus dem Bremen-Fonds
  • Damit sollen Kosten der Corona-Pandemie bezahlt werden
  • Gestrichene Operationen sorgen für Finanzlöcher
Ein Corona-Patient wird auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus versorgt.
Der Bund fördert neue Betten auf Intensivstationen zwar, aber das Geld reicht nicht aus, heißt es aus dem Bremer Gesundheitsressort. (Symbolbild) Bild: DPA | HELMUT FOHRINGER

Bremens Kliniken bekommen vom Land rund 37 Millionen Euro. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Das sei nötig, um Kosten der Corona-Pandemie zu decken. Das Geld dafür wird die Landesregierung aus dem sogenannten Bremen-Fonds nehmen.

Den größten Brocken machen Einnahme-Ausfälle der Kliniken wegen ausgefallener Operationen aus. Die Krankenhäuser mussten die Eingriffe absagen, weil die Gesundheitsbehörde mehr Intensivbetten für Covid-19-Patienten reserviert hatte. 20 Millionen Euro fehlen Bremens Krankenhäusern deshalb bis Ende Januar. Das Land gleicht diesen Betrag nun aus.

12 Millionen Euro für Digitalisierung und Notfallversorgung

Auch für jedes neu geschaffene Intensiv-Bett erhalten die Kliniken Geld. Zwar gebe es etwa 50.000 Euro pro Bett vom Bund – die reichten aber nicht aus, heißt es aus dem Gesundheitsressort. Deswegen springt Bremen auch hier mit rund fünf Millionen Euro ein. Weitere gut zwölf Millionen Euro steckt Bremen in ein Programm für mehr Digitalisierung und bessere Notfallversorgung der Kliniken.
Von den insgesamt gut 37 Millionen Euro profitieren nicht nur die kommunalen Kliniken der Gesundheit Nord, sondern alle Bremer Krankenhäuser, die Corona-Patienten versorgen.

Wie ist die aktuelle Situation in den Bremer Krankenhäusern?

Video vom 24. November 2020
Der Klinikdirektor für Intensiv- und Notfallmedizin Rolf Dembinski im Interview.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Viernews, 1. Dezember 2020, 15 Uhr