CDU-Landesvorstand gegen Aufnahme von Ex-AfD-Mitglied in Bremerhaven

  • Bremer CDU-Landesverband zeigt kein Verständnis für Bremerhavener CDU
  • Kreisverbände dürfen frei entscheiden, Mitglieder aufzunehmen
  • Abgeordnete kündigte AfD-Mitgliedschaft im September
Bremer CDU-Vorsitzender Thomas Röwekamp (links) und Parteichef Meyer-Heder (rechts, Hintergrund) in der Bremischen Bürgerschaft.
Sowohl Thomas Röwekamp als auch Carsten Meyer-Heder sprachen sich entschieden gegen die Aufnahme der ehemaligen AfD-Angehörigen in die Bremerhavener CDU aus. Bild: Radio Bremen

Der Landesvorstand der Bremer CDU findet die Aufnahme einer ehemaligen AfD-Abgeordneten in die CDU-Fraktion der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung falsch. Das teilte der Landesvorsitzende Carsten Meyer-Heder auf Nachfrage von buten un binnen mit.

Einen vergleichbaren Vorgang für die Stadtbremer CDU-Bürgerschafts-Fraktion schließt deren Chef, Thomas Röwekamp, aus. Abgeordnete, die mit der AfD in das Landesparlament eingezogen sind und danach zur CDU wechseln wollten, hätten bei den Christdemokraten keinen Platz. Hier gelte die Unvereinbarkeit – und zwar uneingeschränkt, sagt Röwekamp.

Landesverband kann nichts dagegen unternehmen

Der Landesvorstand zeigt nach eigenen Angaben daher auch kein Verständnis für die Entscheidung des Kreisverbandes Bremerhaven. Dagegen vorgehen könne der Landesverband jedoch nicht, sagte eine Sprecherin der Landespartei. Kreisverbände seien frei darin, neue Mitglieder aufzunehmen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende in Bremerhaven Thorsten Raschen betont dagegen die inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit der umstrittenen Abgeordneten. Sie hatte ihr AfD-Mitgliedschaft im September gekündigt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Oktober 2020, 13 Uhr