Infografik

Immer mehr Bremer streben hohe berufliche Abschlüsse an

  • In der Hansestadt beginnen 82 Prozent eines Jahrgangs hochqualifizierende Ausbildung
  • Bundesweit liegt die Quote bei 60 Prozent
  • In Bremen verlassen aber auch viele Menschen die Schule vor dem Gymnasium
Ein Professor und Studierenden während einer Vorlesung
Bremen ist eines der Bundesländer, in denen überdurchschnittlich viele Menschen einen hochqualifizierenden Abschluss anstreben. (Symbolbild) Bild: DPA | Panthermedia

In Bremen beginnen besonders viele Menschen einen hochqualifizierenden Bildungsgang. Im Jahr 2017 haben 82 Prozent eines Jahrgangs ein Hochschulstudium oder ein hochqualifizierendes berufsorientiertes Bildungsprogramm wie eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung aufgenommen. Bundesweit liegt diese Quote bei 60 Prozent, der OECD-Durchschnitt liegt bei 65 Prozent. Das ist ein zentrales Ergebnis des Berichts "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2019", den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder heute in Berlin vorgestellt haben.

In Deutschland gibt es regionale Unterschiede: So übertrafen 2017 die Stadtstaaten Berlin (92 Prozent), Bremen (82 Prozent), Hamburg (80 Prozent) und Sachsen (69 Prozent) den OECD-Durchschnitt, elf Bundesländer lagen darunter.

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Weniger gering Qualifizierte in Bremen

Auch in einem anderen Bereich des Vergleichs liegt Bremen ganz vorne. So endete die Schullaufbahn von knapp 19 Prozent der 25- bis 64-jährigen Bremer laut der Zahlen des Statistischen Bundesamtes unterhalb der gymnasialen Oberstufe oder einer berufsbildenden Schule. Das bedeutet, dass diese Personen einen sehr niedrigen oder gar keinen Schulabschluss vorweisen können, also nicht die Sekundarstufe II besucht haben.

Auch die anderen beiden Stadtstaaten Hamburg (15 Prozent) und Berlin (13 Prozent) sind in diesem Ranking auf den vorderen Plätzen vertreten. Die wenigsten Menschen mit einem Schulabschluss unterhalb der Sekundarstufe II weist Thüringen mit vier Prozent auf. Deutschlandweit liegt die Quote bei 13 Prozent, in allen Ländern der OECD bei 21 Prozent.

Zwar ist der Anteil der gering Qualifizierten in Bremen seit 2005 von 26 Prozent auf 19 Prozent gesunken. Dennoch haben in Bremen – verglichen mit den anderen Bundesländern – die wenigsten Menschen (81 Prozent) Abitur oder einen höheren Abschluss. Der Bundesschnitt liegt hier bei knapp 87 Prozent.

Gute Qualifikation schützt vor Arbeitslosigkeit

Laut Statistischem Bundesamt nimmt das Risiko der Arbeitslosigkeit mit steigendem Qualifikationsniveau ab. Bei den Hochqualifizierten – Menschen mit Hochschulabschluss oder Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung – betrug die Erwerbslosenquote den Zahlen zufolge 2018 bundesweit zwei Prozent, 2005 waren es noch gut fünf Prozent. Die Erwerbslosenquote bei Menschen mit geringen Qualifikationen – Menschen mit höchstens Haupt- oder Realschulabschluss und ohne abgeschlossene Berufsausbildung – lag bundesweit hingegen bei neun Prozent.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 11. September 2019, 12 Uhr