Bremen baut neue Hallen für Geflüchtete in der Überseestadt

Blick auf eine Leichtbauhalle

Bremen plant neue Leichtbauhallen für Geflüchtete in der Überseestadt

Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Neben der Zeltstadt sollen drei Leichtbauhallen aufgebaut werden.
  • Sie könnten bis zu 1.200 Menschen Platz bieten.
  • Senat hat Dienstag darüber entschieden.

Das Bremer Sozialressort will zur Unterbringung von Geflüchteten drei Leichtbauhallen in der Überseestadt aufstellen. Das hat nun auch der Senat beschloßen. Hintergrund ist die steigende Zahl Geflüchteter – Bremen hat in diesem Jahr bislang pro Monat durchschnittlich 1.000 Flüchtlinge aufgenommen.

Für bis zu 1.200 Menschen soll es Platz in den neuen winterfesten Hallen geben. Bremen mietet sie für eineinhalb Jahre. Für Aufbau, Transport und Miete entstehen Kosten von elf Millionen Euro, heißt es in dem Papier. Der Bedarf an neuen Plätzen entsteht unter anderem, weil immer mehr Geflüchtete kommen. Im August hat Bremen fast 1.500 Menschen aufgenommen.

Wie alle Bundesländer steht auch Bremen nach 2014/2015 wieder vor der Herausforderung, deutlich mehr Menschen aufzunehmen.

Sozialsenatorin Anja Stahmann im Interview bei buten un binnen.
Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne)

Zelte für Flüchtlinge in der Überseestadt bleiben stehen

Sozialsenatorin Stahmann sagte auf Anfrage von buten un binnen, dass man diese Menschen zumindest vorübergehend unterbringen müsse und es keine Alternative dazu gebe. Der Platz wird aber auch gebraucht, weil die Messehallen an der Bürgerweide nicht weiter für Geflüchtete genutzt werden. Dort sind wieder Veranstaltungen geplant.

Die neuen Hallen werden zusätzlich zu den jetzigen Zelten für Geflüchtete in der Überseestadt aufgebaut. Dort können bereits etwa 1.000 Personen wohnen. Diese Zelte werden demnächst zusätzlich isoliert und winterfest gemacht. Derzeit bringt die Stadt Bremen in Flüchtlingsheimen insgesamt rund 6.500 Menschen unter.

Zur Aufnahme der Menschen gibt es keine Alternative. Sie ist eine gesetzliche Verpflichtung und sie bleibt ein Gebot der Menschlichkeit.

Die Sozialsenatorin Anja Stahmann.
Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne)

Bremer Opposition begrüßt Beschluss zur Verteilung junger Geflüchteter

Bild: Radio Bremen

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  • Pascal Faltermann Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 26. September 2022, 21 Uhr