Bremer Grüne wollen ärmere Familien beim Klimaschutz entlasten

Der Ausweis zur Energieeffizienz hängt an einer Kühlschranktür.
Bild: DPA | Jan Haas
  • Grünen-Fraktion legt Positionspapier vor
  • Ärmere Menschen sollen beim Klimaschutz unterstützt werden
  • Kosten für Pläne sind noch unklar

Bremens Grünen-Fraktion will Menschen mit wenig Geld beim Klimaschutz entlasten. Am Mittag hat die Fraktion ein Positionspapier mit verschiedenen Maßnahmen für Bremen und Bremerhaven vorgelegt. Insgesamt haben die Grünen acht verschiedene Ideen aufgelistet, darunter einen Klimabonus, ein Kreditprogramm oder einen Zuschuss für neue Kühlschränke.

Mit dem Klimabonus sollen Leistungsempfänger oder verschuldete Menschen unterstützt werden, er kommt als Aufschlag zur Miete dazu, damit sich die Personen energetisch sanierte Miet-Wohnungen leisten können. Der Bonus würde nur für die Stadt Bremen gelten, Bremerhaven muss ihn selbst einführen. Für energieeffiziente Kühlschränke soll es im Bundesland einen Zuschuss von bis zu 200 Euro geben, zusätzlich zu anderen Förderprogrammen.

Außerdem sind Beratungsangebote geplant. Der Grund: Die steigenden Energiepreise belasten vor allem ärmere Menschen. Der Bremer Grünen-Abgeordnete Bruck sagte, es sei nicht vorstellbar, dass die Energiepreise wieder sinken. Deshalb müsse neben dem Bund nun auch das Land handeln. Ihre Vorschläge wollen die Grünen noch in diesem Jahr mit den Koalitionspartnern SPD und Linke abstimmen. Die Kosten sind noch unklar.

Das Energie-Entlastungspaket der Bundesregierung im Überblick

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 17. Mai 2022, 16 Uhr