Marihuana-Schmuggel per Post führt Zoll zu Plantage in Bremerhaven

Drogenschmuggel in Bremerhaven

Audio vom 27. August 2021
Mehrere Säcke mit Drogen liegen auf einem Fußboden.
Bild: Zoll
Bild: Zoll
  • Zoll durchsucht Häuser in Bremerhaven, Achim und Hamburg nach Drogen
  • Postversand von Marihuana und Kokain war Ausgangspunkt für Fahndung
  • Bremerhavener wird mit Rauschgift im Wert von 80.000 Euro in Verbindung gebracht

Bei Hausdurchsuchungen in Bremerhaven, Achim und Hamburg hat der Zoll Marihuanaschmuggel in großem Stil aufgedeckt. Ein Mann aus Bremerhaven wird mit Drogenhandel im Wert von 80.000 Euro in Verbindung gebracht. Der Schmuggel lief über den Versandt von Postpaketen mit jeweils bis zu zweieinhalb Kilogramm Marihuana. Bei Kontrollen in Paketverteilzentren seien insgesamt mehr als 23 Kilogramm der Droge sichergestellt worden, teilte der Zoll in Hamburg mit. In einem Paket wurden neben Marihuana auch zehn Gramm Kokain festgestellt.

50 Marihuana-Pflanzen in Bremerhaven entdeckt

Die Pakete kamen aus Spanien und gingen an Empfänger in Norddeutschland. Eines der Pakete war an einen Mann in Bremerhaven adressiert. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde bei dem 47-Jährigen eine Indoorplantage mit rund 50 Marihuana-Pflanzen entdeckt. Der Mann soll für rund acht Kilogramm der Droge mit einem Verkaufswert von rund 80.000 Euro verantwortlich sein. Gegen den Bremerhavener wurde Haftbefehl erlassen.

Zoll stellt Zunahme von Drogenversand per Post fest

Bei den Durchsuchungen in Bremerhaven, Achim und Hamburg fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial. In einem Fall stellten Zollfahnder 12.000 Euro vermeintliches Drogengeld sicher. Das gesamte sichergestellte Rauschgift aus den Paketen und Wohnungsdurchsuchungen hat einen Schwarzmarktwert von etwa 250.000 Euro. Es werde derzeit eine deutliche Steigerung des Drogenversands per Post festgestellt, hieß es vom Zoll Hamburg.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Ens, Rundschau, 27. August 2021, 16 Uhr