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Ungleiche Bezahlung für Männer und Frauen im Gesundheitsamt?

  • Weibliche Aushilfen sollen vier Euro weniger pro Stunde erhalten haben
  • Summe wurde inzwischen nachträglich korrigiert
  • Gesundheitsamt arbeitet noch an Aufklärung des Falls
Video vom 31. August 2020
Die CDU Beirats Politikerin Ann Kathrin Mattern im Interview.
Bild: Radio Bremen

Im Bremer Gesundheitsamt sind männliche und weibliche Aushilfen offenbar unterschiedlich bezahlt worden. Das berichtete eine ehemalige Mitarbeiterin. Sie hatte im Gesundheitsamt zur Unterstützung während der Corona-Pandemie als Aushilfe angefangen. Die Studentin hatte für die Arbeit 28 Euro pro Stunde erhalten – vier Euro weniger als männliche Kollegen.

Das Gesundheitsamt soll die Differenz mittlerweile ausgeglichen haben und bezahlt seitdem nach Tarifvertrag. Der Arbeitsvertrag der Aushilfe wurde aber nicht verlängert. Die Situation war offenbar recht verfahren. Deswegen klagt sie jetzt vor dem Arbeitsgericht.

Amt arbeitet an Aufklärung

Das Gesundheitsamt äußert sich nicht zu den Vorwürfen und verweist an die zuständige Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Die erklärt heute schriftlich: "Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können wir uns zu den genauen Details nicht äußern. Es ist aber klipp und klar, dass ungleiche Bezahlung völlig indiskutabel und ein absolutes No-Go ist. Wir arbeiten derzeit an der genauen Aufklärung, wie es dazu kommen konnte."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 31. August 2020, 19:30 Uhr