So wollen Bremer Imbisse weniger Müll produzieren

Tausende Tonnen Müll werden jährlich durch Einweg-Verpackungen erzeugt. Zusammen mit Umweltorganisationen wollen Fast-Food-Anbieter in Bremen testen, wie es auch ohne geht.

Video vom 7. November 2019
Gestapelte Pommes-Verpackungen stehen auf einer Theke.
Bild: Radio Bremen

"To Go", so die englische Kurzversion für mitgenommenen Kaffee oder Essen. Ob Pommes, Pizza oder Burger: Schnell verpackt sind sie der perfekte Snack in der Mittagspause oder für zwischendurch. Doch bei einem Blick auf die Hinterlassenschaften mag dem ein oder anderen der Appetit vergehen: Im Jahr 2017 fielen nach Erhebungen von Marktforschern in Deutschland 350.000 Tonnen Müll aus Einweggeschirr an.

Das wollen mehrere Umweltorganisationen jetzt mit einem Projekt ändern: Bis 2022 werden sie gemeinsam mit Imbissen und Schnellrestaurants in Bremen und Berlin den Übergang zu Mehrwegangeboten testen. Aus Bremen ist der Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) beteiligt. Außerdem wird das Projekt vom Ecolog-Institut in Hannover wissenschaftlich begleitet. So sollen Informationen gesammelt werden, um sie in Zukunft auch anderen Restaurants zur Verfügung zu stellen. In Berlin beteiligt sich der Umweltverein Life an dem Projekt, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird.

Projekt steht noch am Anfang

"Ein Idee ist, dass die Verbraucher ihre eigenen Behältnisse mitbringen", sagte Katja Muchow vom BUND in Bremen. Pfandsysteme mit einfach zu reinigenden Behältern aus Glas oder Kunststoff seien eine andere Möglichkeit, um Suppen, Nudeln oder Salate mitzunehmen.

Neben den Imbissen seien auch Markthallen mit ihren Essensständen Ansprechpartner für die Studie, sagte Muchow. Bis die Idee aber umgesetzt wird, wird es wohl noch etwas dauern: "Das Projekt ist noch in der Startphase", so Muchow. Es gebe zwar in Bremen schon einige Interessenten, aber noch keine konkreten Teilnehmer.

Autorin

  • Rebecca Küsters

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 6. November 2019, 23:30 Uhr