Streit um Corona-Maßnahmen bei Papenburger Meyer Werft

  • Streit bei Papenburger Meyer Werft zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat
  • Grund: Uneinigkeit über Corona-Maßnahmen und Umfang der Arbeit
  • Streitparteien laut "Welt am Sonntag" bei gerichtlicher Einigungsstelle
Das Kreuzfahrtschiff Iona wird auf der Ems Richtung Nordsee geschleppt.
Erst vor wenigen Wochen passiert das neue Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft die Ems. (Archivbild) Bild: DPA | Sina Schuldt

Bei der Meyer Werft in Papenburg gibt es offenbar Streit zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Nach Informationen der Zeitung "Welt am Sonntag" treffen sich beide Parteien deshalb derzeit bei der Einigungsstelle vor Gericht. In dem Streit geht es darum, wie und vor allem wieviel auf der Werft in der Corona-Krise gearbeitet wird.

Die Geschäftsleitung will die Arbeit möglichst lange unbeeinträchtigt fortsetzen. Unter anderem aus Verantwortung um die Arbeitsplätze auf der Werft und in der Region, sagte Geschäftsführer Tim Meyer in einer Videobotschaft. Es seien bereits viele Maßnahmen getroffen worden, um das Infektionsrisiko zu verringern. So seien die Schichten auf sechs Stunden verkürzt worden, damit keine Pausen nötig sind.

Betriebsrat will wöchentlichen Belegschaftswechsel

Dem Betriebsrat reicht das nicht. Er möchte, dass die Belegschaft aufgeteilt wird und nur noch im wöchentlichen Wechsel arbeitet. Die Fehlstunden sollen aus dem Arbeitszeitkonto ausgeglichen werden. Ist das erschöpft, sollte es Kurzarbeitergeld geben, aufgestockt durch das Unternehmen, fordern die Arbeinehmervertreter. 

Bei einem ersten Termin vor der Einigungstelle gab es laut der Zeitung keine Annäherung. Ein weiteres Treffen soll Ende nächster Woche stattfinden.

Wie geht es den Bremischen Häfen in der Corona-Krise?

Video vom 8. April 2020
Eine Luftaufnahme eines Hafens.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. April 2020, 9 Uhr