Die schwebende Lok: Abtransport eines Findorffer Wahrzeichen

  • Findorffs Wahrzeichen soll restauriert werden
  • Schwertransport bringt Dampflok nach Bruchhausen-Vilsen
  • Bürger müssen ein Jahr lang auf das Denkmal verzichten
Zwei Feuerwehrmänner arbeiten an einer Lok in Bremen

Die Jan-Reiners-Lok verschwindet für ein Jahr. Per Schwertransport wird Findorffs Wahrzeichen nach Bruchhausen-Vilsen gebracht. Dort soll die alte Dampflok saniert werden. Die Schäden sind so massiv, dass der Bürgerverein Findorff keine Alternative mehr sah.

Feuerwehr hilft beim Verladen

Zwei Feuerwehrmänner arbeiten an einer Lok in Bremen
Für die rund 17 Tonnen schwere Lok ist die Feuerwehr mit schwerem Gerät angerückt.

Unterstützung kam dabei auch von offizieller Seite: Die Verladeaktion wurde für die Bremer Feuerwehr zum Praxistest. Mit einem Spezialkran hievte sie die rund 17-Tonnen-Lok auf einen Schwertransporter. Vor 30 Jahren war die Lok das letzte Mal unterwegs – und tatsächlich haben sich die Fachleute vor dem Transport die Fotos von früher angeschaut, wo die Trossen, Ketten und Taue entlang gelegt worden sind.

30.000 Euro hat der Verein für die Reparatur schon gesammelt. Der Bürgerverein schätzt die Gesamtkosten auf rund 40.000 Euro. Das wird nach Auffassung eines Experten aber vermutlich nicht reichen, um die Lok wieder in Schuss zu bringen. "Für die optische Instandsetzung und die Transporte werden wohl schon so 50.000 bis 55.000 Euro erforderlich sein", sagte Uwe Franz vom Deutschen Eisenbahn-Verein in Bruchhausen-Vilsen.

Die Lok wird jedoch eine Denkmal-Lok bleiben und nicht mehr fahren. Denn sie wieder zum Laufen zu bringen würde wohl rund 300.000 Euro kosten.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28.02.2019, 19:30 Uhr