Bildungsbehörde: Keine "Querdenker" vor Bremer Schulen unterwegs

  • "Querdenken" rief zunächst zu bundesweiter Aktion auf
  • Dementi: Aufruf sei lediglich eine interne Testmail gewesen
  • Bremer Innenbehörde stellte sich dennoch auf Aktionen ein
Blick über die Bühne auf Teilnehmer der Querdenker-Demo am Osterdeich.
Kritiker der Corona-Maßnahmen von der Initiative "Querdenken 711" hatten ursprünglich bundesweit für diesen Montag zu Aktionen vor Schulen aufgerufen. Bild: Radio Bremen | Rainer Krause

Laut der Sprecherin der Bremer Bildungsbehörde hat es am heutigen Montag vor keiner Bremer Schule eine Aktion der Gruppierung "Querdenken 711" gegeben. Ursprünglich hatten die sogenannten Querdenker angekündigt, bundesweit Schülerinnen und Schüler vor dem Tragen von Corona-Masken zu warnen.

Später folgte ein Dementi. Berichte über einen bundesweiten Aufruf seien falsch, erklärte die Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart auf ihrer Homepage. In einem auf der Homepage der Gruppierung veröffentlichten Video heißt es, dass der vermeintliche Aufruf lediglich eine Probe-Mail war, um "interne Kommunikationsstrukturen zu testen". Die Information war demnach nicht für die Öffentlichkeit gedacht gewesen. Der Bremer Ableger von "Querdenken" hatte nicht auf eine Anfrage von buten und binnen reagiert.

Behörden stellen sich auf Aktionen ein

Die Bremer Innenbehörde hatte buten un binnen bestätigt, dass keine entsprechenden Versammlungen angemeldet und keine "straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis" beantragt wurden. Innenbehörde und Bildungsbehörde gingen aber dennoch davon aus, dass Mitglieder der Initiative "Querdenken" auch vor Bremer Schulen auftauchen könnten, um Schülerinnen und Schüler vor dem Tragen von Corona-Masken zu warnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 9. November 2020, 7 Uhr