Bremer Klinikverbund muss wegen Finanzproblemen Stellen abbauen

  • Geno will insgesamt 90 Stellen einsparen
  • Nur Stellen von Mitarbeitern, die ohnehin gehen, sollen betroffen sein
  • Pflege soll vom Stellenabbau ausgenommen werden
Ein Schild der Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen
Die Coronakrise hat die finanziellen Probleme des kommunalen Klinikverbunds Gesundheit Nord noch vergrößert. Jetzt will die Geno 90 Stellen abbauen. (Archivbild) Bild: Radio Bremen

Der kommunale Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) muss im neuen Jahr Personal abbauen. Grund dafür ist die stark gesunkene Auslastung der Krankenhäuser, wie ein Geno-Sprecher bestätigt.

Das Stammpersonal in den Kliniken Nord, Mitte, Ost und Links der Weser soll um etwa 90 Vollzeitstellen kleiner werden, dazu sollen weniger Leiharbeiter zum Einsatz kommen. Darüber hatte zuerst der "Weser-Kurier" berichtet. Niemand in der Belegschaft müsse Angst um den Job haben, sagt ein Geno-Sprecher, das Ziel solle komplett über Mitarbeiter erreicht werden, die das Unternehmen sowieso verlassen.

Der Pflegebereich ist vom Abbau ausgenommen. Durch die Pandemie ist die Auslastung der Geno-Häuser stark gesunken – unter anderem seien durch Corona-Schutzmaßnahmen auch andere Krankheiten zurückgegangen. Um Liquidität sicherzustellen, brauche der Klinikverbund Corona-Ausgleichszahlungen in zweistelliger Millionenhöhe von Bund und Land, erklärte ein Geno-Sprecher. Im Januar will die Geno Näheres zur aktuellen Lage bekanntgeben.

Video vom 15. November 2020
Uwe Zimmer von der Bremer Krankenhausgesellschaft im Interview bei buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Jens Otto

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 23. Dezember 2020, 12 Uhr