Keine Änderung der Bremer Kontaktbeschränkungen zu Ostern

  • Niedersachsen lockert anlässlich des Osterfestes bestimmte Beschränkungen
  • Treffen von Familien und Freunde Zuhause grundsätzlich erlaubt
  • Innenressort empfiehlt nachdrücklich möglichst kleine Versammlungen
Ein Kind hat ein verstecktes Osterei gefunden.
Besonders zu Ostern sei der Wunsch groß, sich mit seinen Liebsten zu treffen; dieser solle jedoch genauestens überdacht werden, so eine Sprecherin des Innenressorts. Bild: DPA | Uwe Anspach

Bremen wird anlässlich des Osterfests keine Änderung der geltenden Kontaktbeschränkungen vornehmen, heißt es aus dem Innenressort. Es bleibe bei dem 19. April als Datum, ab dem über das weitere Vorgehen diskutiert werde. Niedersachsen hatte am Dienstag bekanntgegeben, mit Blick auf das anstehende Wochenende die bisherigen Regelungen zu lockern. Laut der stellvertretenden Leiterin des Krisenstabs Claudia Schröder seien "private Besuche in abgespeckter Form über die Feiertage möglich." Eine Sprecherin des Bremer Innenresorts wies jedoch darauf hin, dass in Niedersachsen bislang zum Teil auch strengere Regelungen gegolten hätten als in Bremen.

Zugleich appelliert das Innenressort an die Bremer, wegen des Coronavirus auch zu Ostern Vorsicht und Vernunft walten zu lassen. "Viele treibt die Sorge um, sie könnten, wenn sie sich als Familie treffen, gegen die Auflagen verstoßen", so die Sprecherin. "Daher zur Klärung: Unter Familie sind klassische wie moderne Lebensformen zu verstehen. Zu Familien werden auch diejenigen gezählt, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, Verheiratete sowie Nichtverheiratete, Patchworkfamilien sowie die Kinder der Partnerin und des Partners."

Treffen Zuhause: "Erlaubt, aber nicht empfohlen"

Treffen zuhause, auch mit mehreren Personen, die nicht zwingend zur direkten Familie oder dem Hausstand gehören, seien also theoretisch möglich. Es ginge jedoch weniger darum, was man rechtlich darf und welche Strafe folgt, "sondern darum, welches gesundheitliches Risiko jede und jeder Einzelne eingeht, wenn man sich mit jemandem trifft", so die Sprecherin. Jeder Besuch sei ein erneutes Ansteckungsrisiko.

"Daher gilt zuvorderst der dringliche Appell: Überdenken Sie Ihren Wunsch, Freunde und Familie zu treffen und wägen Sie jedes Mal ab, ob sich das Risiko, jemanden in gesundheitliche Gefahr zu bringen, vermeiden lässt." Der Kreis solle auch an Ostern möglichst klein und möglichst gleichbleibend gehalten werden. Eine genaue Zahl sei hier nicht definiert, so die Sprecherin. Feiern im größeren Stil seien aber nach wie vor eindeutig verboten und würden von der Polizei geahndet, wenn etwa ein Nachbar sie meldet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 8. April 2020, 23:30 Uhr