Fall Jutta Fuchs: Tietjensee wird für Leichensuche leergepumpt

  • Bremer Schwurgericht will Tietjensee bei Schwanewede leerpumpen lassen
  • Staatsanwaltschaft hofft, Überreste der Frau oder die Waffe zu finden
  • Jutta Fuchs verschwand vor 25 Jahren – damaliger Lebensgefährte angeklagt
Ein Personalausweis wird gehalten
Jutta Fuchs aus Bremen-Farge verschwand vor 25 Jahren.

Das Bremer Schwurgericht hat in der Mordanklage im Fall Jutta Fuchs zu einer außergewöhnlichen Maßnahme gegriffen. Wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage von buten un binnen bestätigte, soll der Tietjensee bei Schwanewede komplett leergepumpt werden — das sind ungefähr 20.000 Kubikmeter Wasser. Im See hofft die Staatsanwaltschaft, entweder die Waffe oder Überreste der toten Frau aufzufinden. Derzeit sichert die Polizei das Gelände rund um den See, mit dem Abpumpen soll am 4. Oktober begonnen werden.

Jutta Fuchs ist seit 25 Jahren verschwunden, ihre Leiche wurde nie gefunden.

Angeklagter Lebensgefährte beteuert seine Unschuld

Der ehemalige Lebensgefährte der Frau muss sich seit August in einem Prozess vor dem Landgericht Bremen verantworten. Er soll die damals 29-Jährige umgebracht haben, weil sie sich von ihm getrennt habe und mit dem kleinen Sohn ausziehen wollte. So lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Zum Prozessauftakt beteuerte er seine Unschuld, weiter äußerte er sich nicht. Auch der mittlerweile 27 Jahre alte Sohn von Jutta Fuchs und dem Angeklagten verweigerte die Aussage.

Schon zuvor hatte es Spuren gegeben, die zum Tietjensee führten. Denn dort hatte ein Angler eine Tüte mit Schminkutensilien und den Verlobungsring von Jutta Fuchs gefunden. Die Dinge tauchten ein Jahr nach ihrem Verschwinden auf.

Der Tietjensee aus der Vogelperspektive

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. September 2018, 19:30 Uhr