Leyla Imret wird für ihren Einsatz für Menschenrechte geehrt

  • Um 11 Uhr erhält die Politikerin die Carl-von-Ossietzky-Medaille in Berlin
  • Sie wurde Opfer von Vertreibung und musste nach Osterholz Scharmbeck fliehen
  • Als Kurdin setzt sich auch hier für die Rechte der Kurden ein
Leyla Imret mit Kindern in Cizre
Mit über 81 Prozent der Stimmen wurde Leyla Imret 2014 zur Bürgermeisterin vom Cizre gewählt – kurze Zeit später musste sie fliehen. Jetzt wird sie für ihre Zivilcourage geehrt.

Die kurdische Politikerin Leyla Imret erhält jetzt in Berlin die Carl-von-Ossietzky-Medaille. Die in Osterholz Scharmbeck lebende Imret wird von der Internationalen Liga für Menschenrechte für ihre Zivilcourage und den Einsatz für Menschenrecht geehrt.

Für die Kurdin Leyla Imret ist das Thema Menschenrechte auch ein persönliches Anliegen. Sie selbst wurde verfolgt und vertrieben. Leyla Imret wuchs im norddeutschen Osterholz-Scharmbeck auf, geboren wurde sie aber in der türkischen Stadt Cizre. Dorthin kehrte sie dann auch als erwachsene Frau zurück.

2014 wurde Imret zur Bürgermeisterin von Cizre gewählt, ist ein Jahr später jedoch des Amtes enthoben und immer wieder wegen angeblicher terroristischer Propaganda verhaftet worden. Deshalb flüchtete sie zurück Deutschland.

Doch auch hier setzt sich Imret seitdem weiter für die Rechte der Kurden ein. Für ihr Engagement bekommt sie die Carl-von Carl-von-Ossietzky-Medaille verliehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. Dezember 2018, 8 Uhr