"Kita-Gesetz": Bremen erhält als erstes Land Millionenförderung

  • 45 Millionen Euro sollen vom Bund in öffentliche Kindertagesstätten im Land Bremen fließen
  • Bremen ist das erste Bundesland, das Vertrag schließt
  • Großer finanzieller Bedarf durch kostenfreie Kitaplätze
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey unterzeichnet Kita-Gesetz in Bremen

Das Land Bremen erhält als erstes Bundesland eine Förderung in Millionenhöhe um die Situation der Kitas zu verbessern. Dafür haben am Vormittag Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (beide SPD) einen Vertrag unterzeichnet. Dabei versprach die Bildungssenatorin mehr Geld in Personal und sprachliche Förderung zu investieren.

Kritiker befürchteten, dass Bremen das Geld nehmen würde, um damit lediglich die Mehrkosten für die kostenlose Kita-Betreuung zu bezahlen. Dem widerspricht nun die Bildungssenatorin: Der überwiegende Teil der 45 Millionen Euro, die der Bund bereitstellt, sollen in die Qualität der Kindergärten fließen. Konkret sei das: Mehr Personal für Kitas mit sozial benachteiligten Kindern. 320 Ganztagsgruppen in Bremen und 80 in Bremerhaven sollen bis 2022 Verstärkung erhalten.

Senatorin will Erzieherberuf attraktiver machen

Den Erzieherberuf will Bogedan insgesamt attraktiver machen: Sie verspricht unter anderem eine Abschlussprämie im Wert von 4.000 Euro für berufsbegleitende Weiterbildung. Außerdem soll die Regelausbildung zum Erzieher in den kommenden Jahren endlich vergütet werden. Frühkindliche Bildung ist ein weiterer Schwerpunkt: Bogedan will mehr Geld gerade in Sprachförderung stecken – Experten sollen Fachkräfte vor Ort unterstützen.

Die Finanzspritze vom Bund greift ab sofort. Ab August werden Bremer und Bremerhavener Kitas, so wie auch schon in Niedersachsen, kostenfrei sein.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. April 2019, 6 Uhr