"Gorch Fock" erfolgreich zu Wasser gelassen

  • Die "Gorch Fock" hat Lürssen-Werft in Berne verlassen
  • In Lemwerder folgen letzte Arbeiten an der Inneneinrichtung
  • Ende Mai soll das Segelschiff an die Marine übergeben werden
Video vom 10. März 2021
Das Segeschulschiff "Gorch Fock" an der Pier der Lürssen-Werft.
Bild: Radio Bremen | Torsten Harms
Bild: Radio Bremen | Torsten Harms

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" ist von der Bremer Lürssen-Werft in Berne zu Wasser gelassen worden. Schlepper haben die "Gorch Fock" anschließend zum Lürssen-Standort in Lemwerder gebracht. An der dortigen Pier wird in den nächsten Wochen noch an der Inneneinrichtung des Traditionsseglers gearbeitet, bevor das Marine-Schiff Ende Mai übergeben wird.

Der Geschäftsführer der Lürssen-Werft, Tim Wagner, sagte nach dem erfolgreichen Stapellauf: "Uns war von Beginn an bewusst, dass wir mit den Arbeiten an der Bark ein Projekt unter durchaus schwierigen Vorzeichen übernehmen." Man werde nun weiter unter Hochdruck auf den vereinbarten Übergabetermin hinarbeiten.

Mit Stapellauf endet eine lange und teure Geschichte

Die jahrelange Instandsetzung war vor der im Oktober 2019 erfolgten Übernahme der Arbeiten durch Lürssen von Pannen und Preissteigerungen geprägt. Zu Beginn der Generalüberholung im Dezember 2015 waren Ausgaben von knapp zehn Millionen Euro geplant. Doch die inzwischen 63 Jahre alte "Gorch Fock" war maroder als erwartet, die Kosten stiegen auf 135 Millionen Euro. Zum finanziellen Desaster trugen windige Geschäfte des Generalauftragnehmers bei, der 2019 in die Insolvenz gegangenen Elsflether Werft. Die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) segnete die Steigerungen ab, das brachte sie politisch in Bedrängnis.

Rückblick: Bredo-Werft verliert Gerichts-Streit um "Gorch Fock"

Video vom 20. November 2020
Bredowerft
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. März 2021, 6 Uhr