Abi ja, Kitabeiträge nein: Das sind die Maßnahmen des Bildungressorts

Ohne Prüfung kein Abitur. Das hat Bremens Senatorin Bogedan klargestellt. Das betrifft gut 3.000 Schüler im Land. Kitabeiträge dagegen entfallen. So sehen die Entscheidungen aus.

Video vom 31. März 2020
Bildungssenatorin Claudia Bogedan und Bürgermeister Andres Bovenschulte in einer Senatspressekonferenz.

Das Land Bremen wird trotz der Corona-Pandemie an den Abiturprüfungen festhalten. Damit folgt Bremen den Absprachen der Kultusministerkonferenz. Das hat Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) bei einer Senatspressekonferenz am heutigen Dienstag bekräftigt. Allerdings dehne Bremen den Prüfungszeitraum aus, sagte die Senatorin.

So können die angehenden Abiturienten des Zwei-Städte-Staats frei entscheiden, ob sie — wie geplant — in der Zeit vom 22. April bis zum 7. Mai geprüft werden wollen, oder zwischen dem 12. und 29. Mai.

Mittlere Reife noch nicht betroffen

Wer krankheitsbedingt weder in dem einen noch in dem anderen Zeitraum seine Prüfungen ablegen kann, für den sieht das Bildungsressort gegen Vorlage eines ärztlichen Attests Nachschreibetermine in der Woche vom 15. bis 20. Juni vor.

Wir hoffen damit auch nach hinten heraus die Sicherheit zu haben, dass die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig ihre Zeugnisse in den Händen halten können, um sich für das Wintersemester an den Hochschulen einzuschreiben.

Claudia Bogedan blickt in die Kamera.
Claudia Bogedan, Bildungssenatorin

Andere Prüfungen sind bislang noch nicht betroffen, beispielsweise die Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife, die weiter hinten im Schuljahr liegen. "Wir gehen davon aus, diese ganz normal durchführen zu können", sagte Bogedan.

Die Schulen im Land Bremen sind seit dem 16. März geschlossen und sollen nach derzeitigem Stand am 20. April wieder öffnen. In der Stadt Bremen bereiten sich derzeit rund 2.470 Schüler auf das Abitur vor, in Bremerhaven sind es rund 580.

Hort- und Krippenbeiträge entfallen

Wie die Schulen, so sind derzeit auch die Kindertagesstätten, Krippen und Horte für die meisten Kinder seit dem 16. März dicht. Die Stadtgemeinde Bremen hat daher entschieden, die Beiträge für Krippen, Horte und die Mittagessenpauschale ab dem 1. April zu erstatten.

Wer bereits gezahlt habe, bekomme das Geld erstattet, sagte Bogedan. Das gelte "für alle Formen der Betreuung der Unter-Drei-Jährigen, sei es bei Tagesmüttern, bei Tagesvätern, im Elternverein oder in der institutionellen Kindertagesbetreuung Kitas, bei öffentlichen Trägern, bei Trägern der freien Jugendhilfe oder bei Kirchen". Bremerhaven werde dem Beispiel Bremens folgen, so die Bildungssenatorin weiter.

Eltern von Kita-Kindern, die älter als drei Jahre seien, müssten zudem für den April keine Essenspauschalen für ihre Töchter und Söhne bezahlen, sagte die Senatorin. Rund 8.500 Kinder seien in der Stadt Bremen betroffen. Die Einnahmen durch Beiträge für Krippe und Hort in der Stadtgemeinde Bremen betragen den Angaben zufolge im monatlichen Durchschnitt rund 770.000 Euro.

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Autor

  • Alexander Schnackenburg

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 31. März 2020, 15:00 Uhr