Diese 3 Corona-Ausbrüche beschäftigen den Bremerhavener Krisenstab

Nach Frosta ist nun auch Deutsche See betroffen. Außerdem steigt die Zahl der Corona-Fälle in einer Senioreneinrichtung. Dort sind mittlerweile 50 Personen infiziert.

Ein Mensch in Schutzkleidung wertet einen Corona-Schnelltest aus.
In den beiden Unternehmen werden die Mitarbeiter vor Schichtbeginn mit Schnelltests getestet. Im Pflegeheim wurde das Besuchsverbot verlängert. (Symbolbild) Bild: Imago | Eibner Europa

Der Bremerhavener Krisenstab meldete am Montagabend 30 Neuinfektionen für Bremerhaven. Grund für die Corona-Fälle sind drei größere Ausbrüche in der Stadt.

1 Pflegeheim Elisabeth-Haus

Im Elisabeth-Haus, einer Senioreneinrichtung der Diakonie, steigt die Zahl der positiven Fälle auf 50. Betroffen sind 36 Bewohnerinnen und Bewohner, 13 Beschäftigte und ein Familienangehöriger. Eine infizierte Bewohnerin ist verstorben. Das zweite Gebäude der Einrichtung ist bisher nicht betroffen. Das Besuchsverbot wurde bis zum 15. Februar verlängert.

2 Fischunternehmen Deutsche See

Auch beim Fischunternehmen Deutsche See gibt es einen größeren Corona-Ausbruch. Bisher wurden laut Krisenstab 26 Personen positiv auf das Virus getestet. Bis auf Weiteres werden alle Mitarbeiter vorsorglich vor jedem Schichtbeginn mit einem Schnelltest überprüft. Der Betriebsarzt des Werksarztzentrums im Fischereihafen übernimmt die Tests.

3 Tiefkühlhersteller Frosta

Bei der Firma Frosta sind 29 Mitarbeiter und ein Familienangehöriger positiv auf Covid-19 getestet worden. Weitere Testergebnisse stehen noch aus. Die Produktion war am vergangenen Wochenende gestoppt worden, läuft aber seit Montag wieder. Auch hier werden die Mitarbeiter vor jeder Schicht vom Werksarztzentrum im Fischereihafen getestet.

Mit beiden Unternehmen und der Senioreneinrichtung sind wir im engen Austausch. Überall wurden frühzeitig Umfelduntersuchungen eingeleitet, welche auch weiterhin stattfinden.

Der Leiter des Krisenstabs Bremerhaven, Ronny Möckel im Interview.
Ronny Möckel, Leiter des Bremerhavener Krisenstabs

Der Leiter des Bremerhavener Krisenstabs, Ronny Möckel, rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Corona-Fällen in den Unternehmen und der Senioreneinrichtung.

Corona-Lage in Bremerhaven verschärft sich immer mehr

Video vom 4. Februar 2021
Bremerhavens Bürgermeister Melf Grantz im Interview.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Autorin

  • Sonja Harbers Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. Februar 2021, 19:30 Uhr