Verdächtiger Brief bei Bremer Linken ist ungefährlich

  • Fund war diesmal in Wahlkampfbüro von Fraktionsvorsitzender Leonidakis
  • Briefinhalt laut Polizei harmlos
  • Absperrungen werden aufgehoben
Video vom 31. Januar 2020
Spezialisten untersuchen einen verdächtigen Brief.
Bild: Radio Bremen

Entwarnung: Der am Nachmittag in einem Büro der Linken gefundene Brief ist harmlos. Der verdächtige Brief war diesmal im Wahlkampfbüro der Fraktionsvorsitzenden Sofia Leonidakis aufgetaucht. Gegenüber buten un binnen sagte der Linken-Fraktionsgeschäftsführer Christoph Höhl, der unbeschriftete Umschlag habe im Briefkasten gelegen und beim Hochheben verdächtig geraschelt.

Polizei und Feuerwehr hatten anschließend mit einem größeren Aufgebot den Bereich um die Friesenstraße im Viertel gesperrt und den Brief untersucht. Er enthalte keine gefährlichen Substanzen, erklärte die Bremer Polizei, dafür jedoch einen Zettel mit rechtsextremistischen Äußerungen. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Hier können Sie sich externe Inhalte (Text, Bild, Video…) von Twitter anzeigen lassen

Stimmen Sie zu, stellt Ihr Browser eine Verbindung mit dem Anbieter her.
Mehr Infos zum Thema Datenschutz.

Dieser Vorfall reiht sich damit in eine Reihe von verdächtigen Briefen ein, die in dieser Woche bereits an Grüne, FDP und Linke geschickt worden waren. Die bisherigen Funde hatten sich immer schnell als harmlos herausgestellt – beinhalteten aber rechtsradikale oder antisemitische Botschaften. Insgesamt ist es das fünfte Mal in diesem Jahr, dass ein verdächtiger Brief bei einem Parteibüro in Bremen gefunden wurde.

Dem jetzigen Vorfall begegne die Linke Höhl zufolge wie allen bisherigen: Von derartigen Aktionen lasse man sich nicht einschüchtern, so der Fraktionsgeschäftsführer.

Hat Bremen ein Problem mit politisch motivierter Gewalt?

Video vom 30. Januar 2020
Eine Aufnahme einer Polizeiabsperrung, im Hintergrund steht ein Polizeiauto.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 31. Januar 2020, 19:30 uhr